Archiv der Kategorie 'Motorrad'

Fireblade – Anniversary Edition 2012

Das 20th Anniversary Edition 2012-Modell ist meine fünfte Fireblade, angefangen von der SC44 über die SC50, SC57 bis hin zur SC59. Gegenüber dem Vorjahresmodell wurden nur behutsame Veränderungen vorgenommen. Der Motor ist identisch, dafür wurden die Verkleidung, Cockpit, Federelemente und Felgen überarbeitet. Eine geänderte Abstimmung, sowohl an der Einspritzanlage als auch am ABS, ein Lenkungsdämpfer der zweiten Generation und fertig ist die 2012er Fireblade. Die aktuellen 1000er Supersportler sind inzwischen fast alle auf Höchstleistung gezüchtet, und spielen ihre Leistung vor allem auf der Rennstrecke aus. Im mittleren Drehzahlbereich zwischen 5000 und 9000 Umdrehungen schwächelt der eine oder andere der Konkurrenz. Hier spielt der nicht auf höchste Drehzahlen ausgelegte 178 PS Reihenvierzylindermotor der Fireblade seine Stärken aus.

Die Fireblade animiert zum schnell fahren und da fragt man sich, ob die 178 PS auf unseren Landstraßen überhaupt noch sinnvoll sind? Natürlich! Die schiere Power aus 1000 ccm Hubraum ermöglichen Überholvorgänge im Bruchteil von Sekunden und man muss ja nicht immer am Limit fahren. Die Fireblade beschleunigt in 3,3 sek auf 100 km/h bzw. 7,5 sek auf 200 km/h. Leichtfüßig lässt sie sich von einer Kurve in die andere legen. Dabei merkt man ihr im Vergleich zur Konkurrenz das stattliche Gewicht von 211 kg nicht an. Zur Gewichtsreduzierung habe ich den Auspuff gegen einen Akrapovic Slip-On getauscht. Ein leichter Kennzeichenhalter und sonstige kleinere Umbauten drücken das Gewicht auf 206 kg. Die Fireblade und Bridgestone S20 harmonieren sehr gut. Die Reifen sind nach ein paar Metern auf Temperatur und geben ein hervorragendes Feedback. Grip ist auf sehr hohen Niveau, selbst beim Beschleunigen in tiefer Schräglage bleibt der S20 leicht kontrollierbar und gibt ein sicheres Gefühl.

Viele Fireblade-Fans haben sich vergebens eine Traktionskontrolle und diverse Fahrmodi (bietet u.a. BMW, Ducati, Kawasaki, Suzuki, Yamaha) gewünscht, aber auch ohne die elektronischen Helferchen zählt die Fireblade immer noch zu den besten Supersportlern.

Pro

  • Bärenstarker Motor
  • Stabiles und zielgenaues Fahrwerk.
  • Hervorragende ABS-Bremsanlage.
  • Wirkungsvoller Lenkungsdämpfer.
  • Gutes Handling.
  • Sehr gute Ergonomie.

Kontra

  • keine Traktionskontrolle.
  • Hohes Gewicht im Vergleich zur Konkurrenz.
  • Blinkanzeige zu niedrig platziert

Fireblade 2012 coming soon

Wenn man die ersten Testberichte liest, dann wurden die wenigen Schwächen der Fireblade ausgemerzt. Besonders die harte Gasannahme und teils ruppigen Lastwechsel des Vorgängermodells waren nicht mehr auf dem Stand der Konkurrenz. Da wurde es Zeit das Honda endlich gleich gezogen hat. Das die Fireblade untenherum mehr Kraft als vergleichbare Supersportler besitzt, dürfte vor allem jene Motorradfahrer freuen, welche die Fireblade größtenteils auf der Landstraße bewegen.

Da freut man sich auf die neue Fireblade und die Motorradsaison 2012.

Thüringer Wald-Tour

An einem wunderschönen Samstagmorgen startet unsere Thüringer Wald-Tour. Von Pottenstein führt die Tour durch die Fränkische Schweiz nach Forchheim. Dort geht es zuerst auf die A73 bis nach Schleusingen. Auf dieser 110 km langen und wenig befahrenen Autobahnstrecke kann man richtig Gas geben. Knapp 300 km/h zeigt der Tacho der Fireblade, wo sonst kann man auf öffentlichen Straßen noch so schnell fahren? Bei Schleusingen  verlassen wir die Autobahn und fahren über Suhl nach Schmiedefeld am Rennsteig. Die kurvige, bergige Strecke macht Lust nach mehr Kurven. Zuerst machen wir aber Mittagspause im Hotel Gastinger am Ortsausgang von Schmiedefeld. Es gibt Schweinesteak und  Omelett. Gut gestärkt machen wir uns auf die Weiterfahrt.

Über Neustadt am Rennsteig, Katzhütte führt uns der Weg bis nach Bad Blankenburg. Danach geht es über Saalfeld, Teutenberg, Bad Lobenstein bis nach Himmelkron. Dort geht es dann wieder auf die Autobahn. Nochmal 30 km Gas geben, bis wir bei Trockau die Autobahn verlassen und kurze Zeit später wieder in Pottenstein ankommen. Eine 400 km Tour mit Vollgas und vielen, vielen Kurven.

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