Archiv für Februar 2011

RCA „Living Stereo“ SACDs

Über 60 CDs bzw. SACDs sind in der „Living Stereo“ Serie erschienen, darunter einige der besten Klassik-Aufnahmen, die heute noch unübertroffen sind. Meine drei Favoriten sind: Grofe’s „Grand Canyon Suite“, Mussorgsky’s „Pictures at an Exhibition“ und Bartok’s „Concerto for Orchestra.“ Alle drei Titel bieten einen dynamischen Klang, plus eine weite und tiefe Bühnendarstellung. Auch wenn RCA damals nicht die Aufnahmequalität von Decca und EMI erreichte, sind doch einige RCA Aufnahmen audiophile Leckerbissen.

Letztlich hört man auf der CD/SACD oder Schallplatte keine echte Alternative zum Konzert. Aber nicht aus klanglichen Gründen, sondern aus balancetechnischen. Man hört letztlich was die Mikrofone hören, und die befinden sich an den Stellen, die der Konzertbesucher selten aufsuchen kann. Abgemischt wird das auf eine Balance, welche dem Klangeindruck des Dirigenten entspricht. An seiner Position gewinnt man einen ganz anderen Klangeindruck eines Orchesters. Dort ist, abhängig von der Halle, faktisch nur Direktschall zu hören.

Neben den bereits erwähnten RCA Aufnahmen finde ich Scheherazade (Reiner), Bolero (Munch), Daphnis et Chloé (Munch), Pines of Rome (Reiner) und Rhapsodies (Stokowski) noch sehr empfehlenswert. Die Klangqualität der SACDs schwankt von audiophil bis durchschnittlich.

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Thin Lizzy „Deluxe Edition“ Warnung

Es war eine gute Nachricht als Universal mitteilte das der komplette Thin Lizzy Backkatalog als Deluxe Editions veröffentlicht wird. Die bisherigen CD-Pressungen glänzten im Vergleich zu den Original Vertigo LPs nicht gerade mit hi-fidelen Klang. Die ersten drei Alben (Decca Years) „Thin Lizzy“, „Shades of a Blue Orphanage“ und „Vagabonds of the Western World“ wurden von Andre Pasche gut überspielt. Für die nächsten drei Alben „Jailbreak“, „Johnny the Fox“ und dem „Live and Dangerous“ wurden die Bandmitglieder Scott Gorham und Joe Elliott zu dem Projekt hinzugezogen. Sie sollten zuständig für die Remixes auf „Jailbreak“ und „Johnny the Fox“ sein.

Nach langer Suche wurden die Original „Mercury Records“ Tapes aus New York zu Universal UK gebracht. Das Mastering sollten Andy Pearce und Matt Wortham @Wired Masters vornehmen. Als die Bänder bereits überspielt wurden, kamen plötzlich Scott Gorham und Joe Elliott ins Spiel. Auf Anweisung der beiden übermittelte Universal UK „neue“ Master Files. Nachdem Probehören fanden die Mastering Engineers Andy Pearce und Matt Wortham heraus das die „neuen“ Mastering Files direkt von einem acht Jahre alten japanischen CD-Remaster übernommen wurden. Warum Thin Lizzy Gitarrist Scott Gorham und Sänger Joe Elliott darauf bestanden haben, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Jedenfalls ist diese Vorgehensweise ein Skandal, zudem die Mastering Engineers nichts bearbeitet haben, sondern nur ein Resquencing der Japan CD gemacht haben. In einer weiteren Auflage werden auf Wunsch der beiden Mastering Engineers keine Mastering Credits mehr abgedruckt. Verständlich! Das die Bonus Live DVD von „Live and Dangerous“ nur in Mono überspielt wurde, ist das i-Tüpfelchen bei diesem Deluxe-Desaster.

Fazit: Diese Deluxe Edition sollte man besser nicht kaufen.




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