Archiv für Juni 2012

Clockwork Angels

Jedes neues Rush Album wird mit Spannung erwartet und auch „Clockwork Angels“, das 20. Studioalbum des kanadischen Rock-Trio (Geddy Lee – Vocals, Bass, Alex Lifeson – Gitarre, Neil Peart – Drums) macht keine Ausnahme. Das Cover zitiert auch die Vergangenheit – die Uhr zeigt 21:12 an, Reminiszenz an das Album „2112.“ Das neue Album ist die konsequente Weiterentwicklung des Vorgängeralbum „Snakes & Arrows“ und klingt entsprechend rockiger und progressiver.

„Clockwork Angels“ hat nicht so viele Ohrwürmer wie auf „Snakes & Arrows“, aber dadurch wird das Album auch zu keiner Sekunde langweilig. Im Gegensatz zum letzten Album wurde Geddy Lees Bass prominent in den Vordergrund gemischt und harmoniert prächtig mit Neil Pearts abwechslungsreichen Schlagzeug. Gitarrist Alex Lifeson zeigt, warum er zu den besten Gitarristen zählt. Sein Gitarrenspiel ist nicht effekthascherisch, sondern songdienlich und zwischendurch streut er das eine oder andere geniale Solo ein. Auf 5 der 12 Songs wird das Trio von „Strings“ unterstützt.

Herausragende Songs sind der Opener Caravan, Clockwork Angels, Halo Effect, Seven Cities Of Gold, Headlong Flight und der letzte Song The Garden. The Garden ist vielleicht der beste Song, den Rush seit den 90ern geschrieben haben… ein Song zum dahin knien. Das Rush nach über 40 Jahren Bandbestehen so ein Hammeralbum gelingt, konnte man nicht erwarten. „Clockwork Angels“ ist das beste Rush Album seit „Presto.“