Archiv für März 2013

Fujifilm X100S und Fujifilm X20

Was kann die Fujifilm X100S besser als die Fujifilm X20? Immerhin kostet die Kamera in dem wunderschönen Retro-Look mehr als doppelt so viel wie die Fuji X20. Auch wenn beide Kameras viele Gemeinsamkeiten haben, so ist der größte Unterschied der Bildsensor. Die X100S ist mit einem 16,3 MP APS-C X-Trans CMOS II Sensor, ausgestattet, während das kleinere Modell nur mit einem 12 MP 2/3″ X-Trans CMOS II Sensor aufwarten kann. Ein weiterer Unterschied findet man im Objektiv: 23 mm F2,0 Festbrennweite vs 28-112 mm F2,0-F2,8 Zoomobjektiv.

fuji

 

Die „out-of-cam“ JPEGs der Fujifilm X20 reichen nicht ganz an die Bildqualität des Vorgängermodells X10 heran, dafür ist die RAW-Bildqualität sehr gut gelungen. Wenn man sich damit arrangieren kann, leistet die X20 gute Arbeit mit diesem kleinen Sensor. Deutlicher wird der Unterschied zur X100S. Die größten Unterschiede treten bei dem High-ISO Belichtungen unter schlechten Lichtbedingungen auf. Bis ISO 6400 kann man problemlos mit der X100S fotografieren, während bei der X20 eigentlich bei ISO 800 bereits Schluss ist. Das geringe Farbrauschen der X100S macht selbst Fotos unter ISO 6400 noch ansehnlich. Selbst meine Nikon D800E liefert bei ISO 6400 keine besseren Ergebnisse. Der leistungsstarke Blitz ist ein weiterer Pluspunkt der Fujifilm X100S. Der Autofokus der X100S ist ein wenig präziser, wenn auch nicht schneller als der Autofokus der X20. Die Fuji X20 punktet mit ihrem Supermakromodus, wo man Objekte bereits ab 1 cm fotografieren kann, während dies bei der X100S erst ab 10 cm möglich ist.

Mein Fazit nach einigen Fototagen mit der Fujifilm X100S und X20: Die FujifilmX100S ist eine herausragende Kamera, wenn man mit der 23 mm Festbrennweite zurechtkommt. Die Fujifilm X20 bietet die alltagstauglichere Brennweite. Mit beiden Kameras sollte man im RAW-Modus fotografieren. Beide Kameras eignen sich hervorragend für Street-Fotografie.

Meine Einstellungen – Fujifilm X100S / Fujifilm X20

Bildqualität: Fine + RAW
Filmsimulation: ASTIA
ISO: AUTO 6400 / 800
Dynamikbereich: 100%
Weißabgleich: AUTO
Ton Lichter: -1
Schattier. Ton: 0
Farbe: 0
Schärfe: -1
Rauschreduktion: -2
Farbraum: sRGB
Fokusmessfeld eine Stufe größer
FN-Taste: ND-Filter / ISO
Power Management: Hochleistung an

RAW-Konverter

Da ich größtenteils im RAW-Format fotografiere, ist ein entsprechender RAW-Konverter nötig, der die RAW-Kameradaten auslesen kann. Meine drei favorisierten RAW-Konverter sind Adobe Lightroom 4, DxO Optics Pro 8 und Nikon Capture NX2,

nxCapture NX2 dürfte unter Nikon-Fotografen die erste Wahl sein. Es ist das einzige Programm, welches Nikons NEF-RAW Files korrekt ausliest. Die selektive Anpassungen mit Hilfe der U-Point-Technologie wäre hervorragend, wenn die GUI von Capture NX2 besser wäre. Somit ist Capture NX2 für die Bildbearbeitung nicht zu gebrauchen – zu umständlich und langsam ist das Programm.

dxoDxO Optics Pro 8 bietet schon wesentlich mehr Möglichkeiten. Die automatischen Korrekturen u.a. von Belichtung, Kontrast sowie die Korrektur von Verzeichnung, Vignettierung oder chromatische Aberration durch die DxO Module sind hervorragend gelöst. Die Geschwindigkeit ist im Vergleich zu Capture NX2 schneller, aber nicht auf dem Niveau von Lightroom 4.

l4Adobe Lightroom 4 bietet eine sehr übersichtliche und umfangreiche Bilddatenbank und ist in nahezu allen Disziplinen vorne mit dabei. Die nahtlose Anbindung an Adobe Photoshop macht es für Photoshop-Anwender sehr leicht mit beiden Programmen zu arbeiten. Neben dem Modul Bilddatenbank, sind die Module Entwickeln, Karte, Buch, Diashow, Drucken und Web in Lightroom integriert.

Den perfekten RAW-Konverter gibt es nicht – jeder Fotograf hat seine persönlichen Präferenzen. Der ideale Konverter wäre Capture NX2 zum Auslesen von Nikons NEF-RAWs, DxO Optics Pro 8 für die automatische Korrektur von Kamera- und Objektivfehlern und Lightroom 4 als Bilddatenbank und Übergabe an Photoshop.

Fujifilm X20

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Kleine und handliche Kompaktkameras gibt es wie Sand am Meer, aber bei der Bildqualität und Bedienbarkeit trennt sich sich die Spreu vom Weizen. Die X10 war die erste Kompaktkamera im Retro-Look von Fujifilm. Der Nachfolger X20 ist äußerlich identisch mit dem Vorgängermodell, weist aber einige interessante Verbesserungen auf, u.a. der X-Trans CMOS II Sensor, der schnellere Autofokus und die Aufnahmeinformationen im optischen Sucher. Der von Fujifilm angekündigte große Sprung wurde es wider Erwarten nicht. Die JPEG-Bildqualität hat sich gegenüber der X10 nicht merklich verbessert, während die RAW-Bilder einen deutlichen Qualitätssprung aufweisen. Mit den richtigen Bildeinstellungen liefert die X20 schöne satte und scharfe Bilder. Das Rauschen hält sich bis ISO 800 in Grenzen. Die Bedienbarkeit und Haptik ist wie immer hervorragend und ein großer Pluspunkt gegenüber den Konkurrenzmodellen.

Meine Einstellungen:

Bildqualität: Fine + RAW
Filmsimulation: ASTIA o. PROVIA (Standard)
ISO: AUTO 800
Dynamikbereich: 100%
Weißabgleich: AUTO
Ton Lichter: -1
Schattier. Ton: 0
Farbe: 0
Schärfe: -1
Rauschreduktion: -2
Farbraum: sRGB
Fokusmessfeld eine Stufe größer

Motorradsaison 2013

bladeDie Fireblade ist aus dem Winterschlaf erwacht und die Motorradsaison 2013 ist damit eröffnet. Bei 10°C ist es noch ein bisschen frisch und der Asphalt hat noch nicht den gewünschten Grip, aber bei den wohligen Sonnenstrahlen ist die erste Ausfahrt ein Muss. Nach vier Monaten Abstinenz dauert es ein Weilchen bis man wieder im Tritt ist. Die letzten zwei Jahre hat keine meiner Fireblades länger als ein Jahr überlebt. Entweder man wird von einem Auto abgeschossen oder das Motorrad geht in Flammen auf. Somit wünscht man sich für dieses Jahr eine unfallfreie Motorradsaison 2013.