Archiv für Juli 2015

Bild des Monats Juli

Guzzis

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Gourmetrestaurant Kastell

Burg

 

Einige der besten deutschen Restaurants existieren nur deshalb, weil engagierte Mäzene die Esskultur fördern. Das gilt auch für das 2-Michelin-Sterne Restaurant Kastell in Wernberg-Köblitz. Die Familie Conrad, Eigentümer des gleichnamigen Elektronikfachhandels, ist Eigentümer der Burg Wernberg.

KastellAuf der romantischen Burg ist ein Hotel und Restaurant untergebracht. Ohne finanzielle Unterstützung der Eigentümer wäre dieses Luxuskonzept wohl nicht realisierbar. Das Gourmetrestaurant Kastell ist schon längst kein Geheimtipp mehr und wird unter kulinarischen Liebhabern sehr geschätzt. Von Nürnberg oder Regensburg ist Wernberg-Köblitz in weniger als einer Stunde erreichbar.

MenuWenn man die Burg aus dem 12. Jahrhundert betritt, öffnet sich ein Ort der Ruhe und Entspannung. Das Restaurant mit weißen Kalkwänden und Böden aus Juramarmor ist stilvoll eingerichtet. Das man sich nicht eingeengt fühlt, stehen die Tische weit genug auseinander. In diesem wunderschönen Ambiente verwöhnt Grand Chef Thomas Kellermann mit seinem kreativen Küchenkonzept die Gäste.

KA_1Wir bestellen das neungängige Degustations-Menü. Ein Champagner/Rhabarber Aperitif stimmt uns auf das Menü ein. Der zweimalige Gruß aus der Küche ist fein, aber ohne einen Aha-Effekt in unserem Gaumen zu erzielen. Aber vielleicht hatten wir auch zu viel erwartet, immerhin ist das Kastell ein 2-Michelin-Sterne-Restaurant.

KA_3Der Einstieg in das neungängige Menü beginnt mit einem Saibling, der sich sehr gut auf dem wunderschönen Porzellan macht. Bekanntlich isst das Auge auch und Thomas Kellermann weiß wie man die Gäste auch optisch verwöhnt. Der zweite Gang „Tatar von der Garnele“ war bereits ein Highlight. Geschmacklich eine perfekte Komposition.

KA_4Die Jakobsmuschel war  geschmacklich ein Traum und die Bouillabaise herrlich fruchtig im Geschmack – viel besser geht es nicht mehr. Die beiden Dessert-Gänge waren auch sehr gut, obwohl es etwas die Raffinesse der vorherigen Gänge vermissen ließ. Der Service war beim Servieren der einzelnen Gänge stets aufmerksam. Nur beim Gang auf die Örtlichkeiten wurde vergessen die Serviette auszutauschen.

Degustations-Menü

  • Saibling aus Bärnau
    mit Gurkeneis und Sauerampfer
  • Avocado und Tatar von der Garnele
    Olivenölgelee und Fenchelgranitee
  • Jakobsmuschel mit Pistazien Ducca
    Roter Zwiebel mit Chili und weißem Schokoladenschaum
  • Bouillabaise
    mit fruchtig scharfer Navette und Makrele
  • Rote Bete mit Champagnervinaigrette
    Radi, Radiserl und knusprigem Schweinebauch
  • Confiertes Kalbsbackerl
    mit geschmorter Karotte Erdnussknusper und Miso
  • Auswahl verschiedener Rohmilchkäse
    von unserem Maître Affineur Volker Waltmann
  • Flüssige und knusprige Schokolade
    mit Brombeer und Bulmers-Ingwer Schaum
  • Eis und Schaum vom Bier
    mit Haselnuss, Zitrone und Milchreis

Speisen: 8/10
Service: 8/10
Ambiente: 8/10

Gourmetrestaurant Kastell
Schloßberg 10
92533 Wernberg-Köblitz

Island 2015

Die ONE-HAMBURGER TOUR…
…oder eine kulinarische Reise durch Island.

routeDa es meine erste Reise nach Island wurde, galt das Hauptaugenmerk zuerst den bekannten Sehenswürdigkeiten. Die Flexibilität war ausschlaggebend das es die erste Camper-Tour wurde. Das Gefährt war ein Toyota Hilux 4×4 mit Koje. Das Platzangebot ist zwar für zwei Personen gedacht, aber wie man auf einer Fläche von 100 x 180 cm zu zweit schlafen kann, bleibt mir ein Rätsel. Alleine unterwegs ist es aber eine bequeme Unterkunft. Die Tour führte von Keflavik nordwärts nach Borganes – Arnarstapi – Akuryeri – Húsavík – Seyðisfjörður – Höfn – Vík – Þórsmörk – Landmannalaugar – Reykjavík wieder zurück nach Keflavik.

ISL_1Der Guide „Forever Light“ diente als grober Anhaltspunkt für die Fotoziele. Ansonsten wurde (fast) nichts geplant. Wo es mir am besten gefiel, blieb ich spontan länger. Auf der Snæfellsnes Peninsula gefiel es mir so gut, dass ich dort gleich fünf Tage verbrachte. Nach Seljalandsfoss ging es nach Þórsmörk. Wo sich ein schönes Plätzchen fand, wurde übernachtet… und wenn es sein musste auf einem Campingplatz. Das schönste Wild Camping war in Landmannalaugar, Þórsmörk und an der Küste von Jökulsárlón bzw. Lækjavík. Der schönste Campingplatz war in Arnarstapi.

ISL_HiluxEin tolles Erlebnis war das Whale Watching in Húsavík, bekannt auch als „The Whale Watching Capital of Europe“. Vor Puffin Island (Lundey) war das Meer mit Tausenden von Puffins bedeckt. Insgesamt vier Humpback Wale bekamen wir zu Gesicht, die mehrmals vor oder direkt (!) neben dem Boot auftauchten. Vorteil mit einem 600 PS-Speedboot… nach dem Sichten eines Wales ist man in Nullkommanix dort, außerdem ist die Sitzposition nahe der Wasseroberfläche und man schaut nicht wie von einem Kutter von oben herab. Hier ein Video vom Veranstalter.

ISL_BruarfossViele F-Roads im Hochland waren in der ersten Juliwoche leider noch geschlossen, wie auch die F208 vom Süden nach Landmannalaugar. Ich musste leider den langen Umweg über den Nordzugang nehmen, bevor es über eine Gravel/Dirt Road ins Hochland ging. Nach Landmannalaugar ging es über den Golden Circle nach Reykjavik. Am Ende der Reise wurde es noch mal staubig: Horse Riding. Die Tour führte entlang der Pseudokrater bei Rauðhólar. Den letzten Urlaubstag verbrachte ich auf der Reykjanes Peninsula. Die endlosen mit Moos bewachsenen Lavafelder gefielen, ebenso das Geothermalgebiet Gunnhuver und Vulkansystem Krýsuvík.

ISL_SunDas Wetter war zwar kühler als sonst im Juni/Juli (Höchsttemperatur: 12° bis 19°C) üblich, aber dafür erlebte ich nur einen (!) einzigen stürmischen Regentag. Dieser Tag hatte es aber in sich… Campingzelte flogen vom Platz, Flaggen wurden zerfetzt und sogar mein Camper wackelte. Da half es nur diesen Tag auszusitzen und warten bis der Sturm vorbei war. Ansonsten war es meistens sonnig oder bewölkt. Kurze Regenschauer konnte ich an einer Hand abzählen.

ISL_FishCompanyGott sei Dank besteht die isländische Küche nicht nur aus Hamburger und Hot Dogs. Zum essen gab es alles was die isländische Küche anbietet. Welch ein Zufall das bei meiner Ankunft in Höfn gerade das Hummerfestival statt fand. Das urigste Ambiente fand ich im Randulf’s Sea House, Eskifjörður, das zugleich ein Museum beherbergt. In Reykjavík’s Gourmetrestaurants geht es locker und nicht so ernst zu, und es gibt auch keinen Dress-Code. Der Gewinner von 19 besuchten Restaurants: Dill in Reykjavík. Das war 1-Michelin-Sterne Niveau. Den besten Kaffee gab es im Reykjavík Roaster, in der Nähe der Hallgrímskirkja.

Fazit: Highlights gab es viele, u.a. Jökulsárlón, wandern in Þórsmörk/Fjaðrárgljúfur Canyon/Landmannalaugar, Puffin & Whale Watching, Horse Riding, Snæfellsnes Peninsula, Lupinenfelder, Nordic Cuisine in Reykjavík. Von den elf Wasserfällen, die ich explizit besucht habe, hat mir Goðafoss am schönsten gefallen. Von den avisierten Foto-Spots/Hikes habe ich bis auf zwei Ziele alle durchführen können. Negativ ist mir der „Massentourismus“ in bestimmten Landesteilen aufgefallen. Um die Zukunft dieser herrlichen Landschaft scheint es wirklich nicht gut bestellt.

P.S. weitere Bilder sind in meiner Fotogalerie zu sehen.




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