O Ya in Boston

oya

 

ne_403Boston hat eine große Auswahl an Fine Dining Restaurants, vergleichbar nur mit Chicago, New York City, Portland oder San Francisco. Das Boston Magazine veröffentlicht jedes Jahr die Top 50 Restaurants in Boston. Einige Restaurants habe ich schon besucht, andere wecken meine Neugier. Der Besuch eines japanischen Restaurant ist festes Ritual auf meinen USA-Reisen. In einer dunklen Gasse im historischen Leather District verbirgt sich das Restaurant O Ya. Ein kleines Schild weist den Weg zu einer unscheinbaren Holztür.

ne_404Das Restaurant in einer 100 Jahre alten Feuerwehrwache hat 37 Sitzplätze, davon 17 am Chef’s Counter. Mit einer traditionellen Sushi-Bar hat das O Ya wenig gemeinsam. Besitzer und Chef Tim Cushman nimmt die japanische Küche als Basis und verfeinert sie mit feinsten Zutaten aus aller Welt. Restaurantkritiker überhäuften Tim Cushman mit höchstem Lob und mittlerweile gehört das O Ya zu den besten, aber auch teuersten Restaurants in den USA.

ne_405Der Platz am Chef’s Counter sollte man wenn möglich vorzuziehen. Warum? Sashimi oder Sushi sollte sofort nach der Zubereitung gegessen werden – der Sweet Spot um den leicht gekühlten Fisch und lauwarmen Reis zu genießen. Außerdem kann man die Chefs beim zubereiten der Köstlichkeiten zusehen. Die japanische Küche ist, bis auf wenige Ausnahmen, eine milde Produktküche, deren Hauptaugenmerk auf dem Eigengeschmack der Zutaten liegt und nicht mit anderen Aromen überdeckt wird.

ne_406Die Unterschiede lassen sich an vielen Details festmachen: die Art und Frische des Fisch, das Messer, die Schnitttechnik und die Zubereitung des Reis. Diese Perfektion der Zubereitung beherrschen nur wenige Sushi-Meister, die zudem auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurückblicken können. Die Ausbildung zum Sushi-Koch ist ungewöhnlich lange, bei einem alten Sushi-Meister kann es schon mal über zehn Jahre dauern.

ne_407Das O Ya bietet Sashimi à la carte und zwei Tasting Menus an. Wenn man sich auf das Grand Omakase einlässt, wird es ein teurer Abend. Das 20-gängige Menü kostet $285 (zuzüglich Tax u. Service) – wenn man Kobe Beef, White Burgundy Truffle und Sake Pairing zum Menü hinzufügt, verdoppelt sich sogar der Betrag. Der Fisch wird täglich aus Tokio oder von der US-Ost- oder Westküste eingeflogen und höchste Produktqualität hat seinen Preis.

ne_409Zum Sake bestelle ich noch italienischen weißen Trüffel dazu. Jeder einzelne Gang ist für das Auge kunstvoll arrangiert, fast schon zu schön. Unter den vielen Gängen sticht die Auster, Seeigel und der einzige Fleischgang heraus. Der Rechnungsbetrag von über $500 ist heftig, aber das Grand Omakase war es wert. An dieses hervorragende Dinner werde ich mich noch lange erinnern. Wenn ich etwas kritisieren muss, dann allenfalls kleinere Unaufmerksamkeiten im Service.

Speisen: 9/10
Service: 7,5/10
Ambiente: 8/10

O Ya
9 East St
Boston
MA 02111, USA

Advertisements

0 Responses to “O Ya in Boston”



  1. Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s






Hallo, und Willkommen in meinem Blog. Wenn Du mehr wissen möchtest, dann schau auf meiner Website vorbei.

Kategorien

Neueste Kommentare

Advertisements