6 Tage in Paris, Teil 2

 

2. Tag: Le Marais
Noch bevor Paris erwacht, mache ich mich auf dem Weg ins Marais. Auf der Rückseite der Pfarrkirche Saint-Gervais liegt die Rue des Barres. Eine fotogenes Motiv umgeben von Bistros, Cafés und Galerien.

 

Die Franzosen haben eine ausgeprägte Kaffeekultur und legen viel Wert auf eine gute Tasse Kaffee. Unter einem Café versteht man in Frankreich allerdings etwas anderes als hierzulande. Wenn man in Frankreich einen Café bestellt, bekommt man einen Espresso. Ein Café au Lait ist quasi ein Cappuccino, und die teuerste Wahl.

 

Das Marais war die erste jüdische Siedlung in Paris und ist heute noch das jüdische Viertel der Stadt. Georges-Eugène Haussmann hat das Stadtbild von Paris im 19. Jahrhundert modernisiert und unter anderem die sternförmigen Straßen rund um den Arc de Triomphe anlegen lassen. Das Marais hingegen hat seine radikalen Modernisierungen unbeschadet überstanden. Einige Villen und Stadtpaläste aus dem 17. und 18. Jahrhundert wurden später in Museen umgewandelt, darunter die Museen Picasso und Carnavalet. Nachdem das Museum Picasso jahrelang für Renovierungsarbeiten geschlossen war, ist nun das Museum Carnavalet an der Reihe – voraussichtliche Wiedereröffnung im Jahr 2020. Das Carnavalet kenne ich bereits und auf Picasso habe ich heute keine Lust.

 

Die Rue des Rosiers, gesäumt mit Cafés, Restaurants, Boutiquen und Feinkostläden, ist eine belebte Straße im Marais. Am östlichen Ende der Straße sind es nur ein paar Schritte bis zum Place des Vosges. Es ist nicht nur einer der ältesten Plätze, sondern auch der schönste Platz in Paris. Ich spaziere durch die Arkaden hindurch und bewundere die wunderschönen Fassaden aus rotem Backstein. Unter der Adresse 9 Place des Vosges ist auch das 3-Sterne-Restaurant L’Ambroisie zuhause. Village Saint Paul ist ein idyllisches Viertel im Marais. Kleine Gassen, Plätze und Innenhöfe in einer autofreien Zone. Hier haben sich viele Künstler und Antiquitätenhändler niedergelassen.

 

Anschließend besuche ich die Chocolaterie Jacques Genin in der Rue de Turrene. Im Erdgeschoss befinden sich die Auslagen und Sitzplätze zum Naschen. Eine Wendeltreppe führt hinauf in die erste Etage zur Schokoladen-Manufaktur. Alleine vom Hinsehen bekommt man Lust auf Schokolade. Es gibt u.a. einen Zitronenkuchen und Orangen-Pampelmuse-Zitronensaft.

 

Südlich vom Marais befindet sich die Rue Crémieux. Mit bunt gestrichenen Häusern ähnelt die Straße der Portobello Rd im Londoner Stadtteil Notting Hill. Die Straße hieß ursprünglich Avenue Millaud, sie wurde aber 1897 zu Ehren von Adolphe Crémieux umbenannt, einem historischen Verteidiger der Menschenrechte für Juden. Die Rue Crémieux ist meine Nr. 1 unter den schönsten Straßen in Paris. Erwähnen möchte ich noch meine Nr. 2 Rue des Thermopyles, die ich aber dieses mal nicht aufsuchen werde.

 

Am Abend besuche ich das 3-Sterne-Restaurant Le Cinq.

6 Tage in Paris, Fortsetzung Teil 3.

Advertisements

1 Response to “6 Tage in Paris, Teil 2”



  1. 1 6 Tage in Paris, Teil 1 | WEB-HOUSE Blog Trackback zu 01/11/2017 um 8:50

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s






Hallo, und Willkommen in meinem Blog. Wenn Du mehr wissen möchtest, dann schau auf meiner Website vorbei.

Kategorien


%d Bloggern gefällt das: