6 Tage in Paris, Teil 3

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3. Tag: Charonne
Mit der Metro fahre ich bis zur Station Nation. Unterwegs verdrücke ich das Gebäck vom Vortag. Im Canon de la Nation gibt es den ersten Café. Ein Café für einen Euro und dieser schmeckt auch noch gut. Kein Vergleich zum lauwarmen 12€ Café im Four Seasons George V.

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Das Stadtviertel Charonne ist das „letzte authentische Dorf” inmitten von Paris. Außerhalb des Zentrum findet man Stadtviertel, welche früher Vororte oder kleine Dörfer waren. Belleville, Batignolles und Montmartre zählen zu den bekanntesten Vierteln. Charonne gehört zu jenen Vierteln, die ihren dörflichen Charakter am besten erhalten haben. Kirchtürme, hübsche Häuser, gepflasterte Straßen, kleine Cafés und Restaurants prägen das Viertel. Hier gibt es keine Sehenswürdigkeiten, Antiquitäten-, Feinkost- oder Souvenirläden. Hübsch sind die engen Seitengassen, wie die Impasse Poule, entlang der Rue des Vignoles. Das Viertel muss man erlaufen und daher bleibt Charonne von Touristen verschont.

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Die Zeit verrinnt wie im Flug und es bleibt diesmal nur wenig Zeit für einen Besuch auf dem Friedhof Père Lachaise. Ich besuche die Ruhestätte auf jeder Paris-Reise und sei nur für eine Stunde. Colette, Claude Debussy, Edith Piaf, Frédéric Chopin, Oscar Wilde, Victor Hugo, Jim Morrison und weitere berühmte Persönlichkeiten liegen hier begraben. Vierzehn Friedhöfe gibt es in Paris, Père Lachaise ist mit 45 Hektar der Größte. Auch wenn Père Lachaise womöglich der berühmteste Friedhof der Welt ist, die Fläche ist verhältnismäßig klein. Zum Vergleich: Der Calverton National Cemetery auf Long Island ist mit 423 Hektar Fläche der größte Friedhof in den Vereinigten Staaten. Wadi As-Salam (zu Deutsch „Tal des Friedens”) in der Nähe der irakischen Stadt Nadschaf ist mit 917 Hektar der größte Friedhof der Welt.

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Das 10. und 11. Arrondissement sind heute die Trendviertel in Paris. Entlang der Rue Oberkampf, Rue de Charonne und Rue de Ménilmoment reiht sich eine Bar, Café und Restaurant an das andere. Wer die gesamte Szene erkunden möchte, sollte viel Zeit und Appetit mitbringen. Als ich aus dem Bus aussteige und zum Restaurant Septime laufe, komme ich am La Belle Équipe vorbei. Nichts erinnert mehr daran, dass vor zwei Jahren in diesem Café 19 Menschen Opfer eines Terroranschlags wurden.

Nach einem feinen Mittagsmahl im Restaurant Septime spaziere ich zur Passage Lhomme. Eine grüne und ruhige Oase inmitten von Paris. Hier verirren sich keine Touristen, genauso wenig wie in der Passage du Chantier. Die Patisserie Blé Sucré ist auch gleich um die Ecke. Ein kleiner Laden mit vielen süßen Leckereien. Ich versuche mich an einem Mont Blanc und Religieuse. Zwei Bissen davon und ich muss aufhören. Das ist mir alles viel zu süß.

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Im Maison Aleph trifft französische Patisserie auf den Orient. Ich probiere drei Nids Pâtissiers (Sumac mit dunkler Schokolade, Karamell mit Tahiti Vanille, Zitrone Cardamom) und Les 1001 Feuilles (Walnuss aus dem Périgord mit Zimt). Sehr gut ist auch die Joghurt/Rosen-Eiskreme. Ich unterhalte mich mit Inhaberin Myriam Sabet über die Patisserien in Paris und wir sind uns eing, dass das Blé Sucre stark nachgelassen hat.

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Nicht weit davon entfernt befindet sich Pierre Hermé. Hier gibt es die besten Macarons zu kaufen. Wer mit dem Namen Macaron nichts anfangen kann – ein Feingebäck aus Mandeln, Eiweiß und Zucker, dazwischen liegt eine fruchtige oder cremige Füllung. Insgesamt gibt es 18 verschiedene Sorten zur Auswahl, darunter sind Kreationen wie Mogador, Jardin des Mousses, Montobello oder Infiniment Vanille de Madagaskar. Die Schokoladenmanufaktur von Alain Ducasse ist ebenfalls in der Nähe. Hier in der Rue de la Roquette wird die Schokolade für alle fünf Läden in Paris hergestellt.

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Ich komme an der Galerie Véro-Dodat vorbei. Die Passage im neoklassischen Stil wurde 1826 erbaut. Schwarze und weiße diagonal angeordnete Marmorfliesen sorgen für optische Tiefe. Diese Passage zähle ich zu meinen Favoriten, genauso wie die Passage du Grand Cerf, Passage des Panoramas, Passage Brady, Passage Jouffroy, Passage Verdeau, Galerie Colbert. Die allerschönste Passage ist aber zweifelsohne die Galerie Vivienne. Die Torbögen und Mosaiksteinboden fallen einem zuerst ins Auge. Im Odette & Zoé lege ich eine Teepause ein. Diese überdachte Passagen mit ihren prunkvollen Glasdächern haben ihren malerischen Charme weitgehend erhalten.

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Am späten Abend besuche ich das Bistro La Bourse et La Vie. Der Food-Blog Paris by Mouth hat das La Bourse et La Vie zum besten Bistro gekürt. Diesem Urteil kann ich mich nur anschließen. Es geht zwar  eng zu, aber die Küche ist sehr gut. Eine sehr empfehlenswerte Location in der Pariser Innenstadt.

6 Tage in Paris, Fortsetzung Teil 4.

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1 Response to “6 Tage in Paris, Teil 3”



  1. 1 6 Tage in Paris, Teil 2 | WEB-HOUSE Blog Trackback zu 01/11/2017 um 8:48

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