Imperial by Alexander Herrmann

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Seit Oktober 2017 gibt es eine neue Lokalität in Nürnbergs Gastro-Szene. Das Imperial by Alexander Herrmann bietet Fusionsküche mit fränkischen und asiatischen Einflüssen. Eine offene Küche gehört zum Konzept, wie man sie mittlerweile in vielen Sterne-Restaurants sieht. Dazu gehören bequeme Ledersessel und mit Leder bezogene Tische.

Die Karte mit eingeklebten Fotos aus Herrmanns Jugendzeit soll witzig sein, bewirkt aber eher das Gegenteil. Ich bin hier um zu speisen und nicht um ein Fotoalbum anzusehen. Das Vier-Gang-Menü kostet 79 Euro. Ich halte mich aber an die à-la-carte Gerichte. Ich bestelle fünf Starter (Snacks), Vorspeise, Hauptgang und zwei Desserts, dazu eine Flasche Mineralwasser.

 

Tartar vom Rinderfilet
mit Gurken-Chutney, Chili-Chips und Sesam-Mayonnaise 

Entenleberschnitte Imperial
mit Matcha-Tee und Litschi

Crunchy-Saibling-Nigiri
mit Meerrettich

Romanasalat
mit Yuzu-Creme und gerösteten Cashew-Kernen 

Fränkische Ramen
Ramennudeln in Entenbrühe mit pochiertem Ei, gebratenen
Entenherzen, geschmorten Entenmagen, Korianderblättern und -stielen

Beef Sashimi
scharf gegrilltes Roastbeef in Tranchen geschnitten,
mit Kräuteremulsion, Gewürzsauerrahm und Ofensellerie

Kokosmilchcreme
mit exotischen Früchten und Karamellstreuseln 

Imperial-Kaiserschmarrn
karamellisierter Mandel-Kaiserschmarrn mit Kirschblüteneis
und eingelegten Salzkirschen

 

Das selbstgebackene Brot mit Kaviarbutter ist fein. Die auf der Karte sechs angeboten Starter werden mit einem Wagen an den Tisch geschoben, wo man aussuchen kann, was man möchte. Das die Appetitanreger schon vorher zubereitet wurden, schmeckt man deutlich heraus. Von den fünf Starter überzeugt nur die Entenleber und das Tartar vom Rind, die drei anderen fallen geschmacklich durch (6/10).

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Die Suppe sieht einladend aus, bis die Brühe von der Bedienung darüber geschüttet wird. Die viel zu salzige Dominanz der Brühe unterdrückt den Eigengeschmack der beiliegenden Zutaten. Schade (5,5/10).

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Es folgt das Beef. Ein schön angerichteter Teller. Die Aroma und Konsistenz ist leider allenfalls durchschnittlich. Die Fränkischen Bratkartoffeln aus Kloßteig sind dagegen gut (5,5/10).

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Das erste Dessert lässt lange auf sich warten. Auf meine Reklamation geht es dann ganz schnell. Anscheinend wurde es in der Küche vergessen. Das Dessert schmeckt zwar gut, aber keine kreative Meisterleistung (6,5/10).

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Der Fränkische Kaiserschmarrn ist dagegen eine Katastrophe. Viel zu stark karamellisiert, schmeckt es wie verbrannte Bonbons. Da kann auch das durchaus schmackhafte Eis nichts mehr retten. Das sich auch in hier Karamellstreuseln vorfinden, wie im Dessert zuvor, zeugt nicht gerade von Kreativität. Eine misslungene Kreation (3,5/10).

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Fazit: Die Gänge sind alle schön angerichtet, aber halten nicht das was die Optik verspricht. 130 € für teils mittelmäßige Gerichte und eine Flasche Wasser sind ein sehr schlechtes Preis-Leistung-Verhältnis. Die aufgesetzte Lockerheit des Service  bzw. das Duzen ist unangebracht. Das passt zu einer Burger-Bude, aber nicht zu einem Restaurant mit gehobenen Anspruch.

Speisen: 5,5/10
Service: 5,5/10
Ambiente: 7/10

 

Imperial by Alexander Herrmann
Königstraße 70
90402 Nürnberg

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