Sosein, die Zweite

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Wir sind zu Gast im 1-Sterne-Restaurant Sosein in Heroldsberg. Die Einrichtung in dem altem Fachwerkhaus ist sehr gemütlich. Das in der vorweihnachtlichen Zeit nur ein zweiter Tisch besetzt ist, überrascht uns. Die Speiseauswahl wird dem Gast leicht gemacht, denn es gibt nur ein Abendmenü aus sieben Gängen. Vier- bis fünfmal im Jahr wechselt das Menü.

Unser heutiges Menü nennt sich vollreif & vergehen.

 

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Der „Prolog“ oder fünf Snacks beginnt mit einem Blattspinat, Johannisbeere und Pilze (nicht im Bild). Ein hervorragender Einstieg (8/10).

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Eine originelle Interpretation des Waldorf-Salat steht auf dem Tisch. Bauchfett vom Schwein mit Apfel und Walnuss. Der milde, leicht salzige Geschmack des Fett harmoniert wunderbar mit dem fruchtigen Apfel. (8/10).

Die Fränkische Schlachtschüssel ist nicht was allgemein darunter versteht. Die Kartoffelsorte Bamberger Hörnchen liegt in einem Sud aus fermentierten Rotkohlsaft. Darüber liegt gehobelte Wollschwein-Leber. Hervorragend (8/10).

 

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Danach gibt es das hausgemachte Sauerteigbrot (65-stündige Teigführung) dazu eine zwölf Wochen gereifte Butter. So ein gutes Brot habe ich selten gegessen (9/10).

 

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Der erste von 7 Hauptgängen ist roher Fisch. Lachsforelle mit fränkischen Karpfen. Dazu Rettich, Dahlienknolle und Salzkoji (7/10).

Der nächste Gang ist ebenfalls roh, Enten-Carpaccio mit Pflaume. Erstens sieht dieser Gang misslungen aus und geschmacklich wird uns einiges zugemutet (5/10).

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Der Grünkohl, roh, gekocht und frittiert, ist puristische Produktküche. Hervorragend (8/10).

 

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Es folgt Stör mit Dashi und Rauchöl. Die Konsistenz des Stör ist hervorragend und das Dashi verströmt ein nussiges Aroma. Ebenfalls ein sehr guter Gang (7/10).

 

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Das Wild bzw. Hase mit Miso kann dagegen überhaupt nicht überzeugen. Die Textur des Hasen ist an sich gut, aber es fehlt der Gegenpol. Ein kleiner Gemüsetupfer hätte das Gericht aufgewertet. So ist es misslungene Komposition (5,5/10).

 

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Das erste Dessert ist Feigenblatteis und rohe Topimambur. Geschmacklich geht es in die Richtung Kokos. Feine Geschmacksnoten ergeben ein stimmiges Gesamtbild (7/10)

 

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Das zweite Dessert nennt sich Aronia. Die Beerenfrucht wird zusammen mit Eis serviert. Ein fruchtiges Dessert aus harmonisch abgerundete Zutaten (7/10).

Gegenüber meinem Erstbesuch vor zwei Jahren hat sich die Küche von Felix Schneider kontinuierlich weiterentwickelt. Das ausgerechnet die Fleisch-Gänge misslungen sind, finden wir sehr schade. Trotz aller Kritik, das Restaurant Sosein steht für eine vielfältige, regionale und innovative Naturküche.

Speisen: 6,5/10
Service: 6,5/10
Ambiente: 7,5/10

Sosein
Hauptstrasse 19
90562 Heroldsberg

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