Archiv für April 2019

Andalusien 2019 – Granada, Teil 3

anda_220

Tags zuvor war ich bereite am Mirador de San Nicolás. Der Aussichtspunkt mit Blick auf die Alhambra zieht jeden Tag unzählige Besucher an. Die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada sind ein schöner Kontrast zu Sonnenuntergang. Eine weitere sehenswerte Foto-Location mit Blick auf die Alhambra ist die Paseo de los Tristes entlang des Río Darro, vor allem am Spätnachmittag oder zur Blauen Stunde. 

anda_203

anda_206

anda_221.jpg

anda_222.jpg

 

Heute besuche ich Alhambra. Der Eintritt um 11 Uhr ist ein Fehler, denn zu dieser Zeit wird die Alhambra geradezu von Tagestouristen überrannt. Der Besucherandrang ist unglaublich. In Ruhe fotografieren? Unmöglich, selbst zu später Stunde ist die Alhambra ein Besuchermagnet. So majestätisch die Alhambra aus der Ferne wirkt, so abschreckend wirken die Besuchermassen auf mich. Abgehakt!

anda_224

anda_204

anda_205.jpg

anda_227

 

Zum Mittagessen gehe ich ins La Fábula. Ausgerechnet in Granada gibt es kein Sternerestaurant.

anda_225

Nach ein paar Snacks folgen zwei weitere Grüße aus der Küche. Zucchini-Créme mit Krebsfleisch aus Galizien und Sardine mit Apfel. Dazu Brot mit Olivenöl.

anda_226

anda_228

anda_229

 

Crunchy Rice with Veal, Pork and Lobster 6,5/10

anda_230

 

Turbot with Tomato, Capers and Pesto 6/10

anda_231

Vor dem Dessert gibt es noch Birne mit einer luftigen Créme. Die Paella war gut, während der Steinbutt geschmacklich nicht überzeugen konnte. Nicht annähernd die Qualität, wie ich es vom Restaurant Elkano in Getaria kenne. 

 

anda_232

Pana cotta of Apricot and Peach  6,5/10

anda_233

anda_234

 

Am letzten Abend in Granada besuche ich eine Flamenco-Show im Viertel Sacromonte, das Zentrum des Flamenco in Granada. Sacromonte grenzt an das arabische Viertel El Albaícin. Hier ließen sich im 15. Jahrhundert Roma, bzw. spanische Zigeuner (Gitanos) nieder. Die Zambra vom Sacromonte gilt weltweit als jene Orte wo man Flamenco in seinem Original erleben kann. Die Show hat mir jedenfalls besser gefallen als der Besuch auf der Alhambra.

anda_208

anda_223

 

Am späten Abend suche ich noch die Bodegas Castañeda auf. Es gibt einen Jámon Ibérico „Joselito.“ Gott sei Dank muss ich nicht autofahren und gönne mir eine Flasche 2009er Rioja Gran Reserva vom Weingut Viña Ardanza.

anda_211

anda_212.jpg

anda_213

Fortsetzung: Jaén u. Córdoba

 

Andalusien 2019 – Granada, Teil 2

Granada
Im Hotel Palacio De Santa Paula gibt es kein Frühstücksbuffet, sondert man wählt à la carte. Auch wenn das Hotel mit 5 Sterne klassifiziert ist, an das Hotel Alfonso XIII in Sevilla reicht es nicht heran. Es sind die kleinen Details worin sich das Alfonso XIII vom Palacio De Santa Paula abhebt.

anda_196

anda_197

anda_195

anda_198

 

Am zweiten Tag Granada besuche ich die Kathedrale und die Königskapelle. In der Königskapelle (Capilla Real) befindet sich das Grabmahl der katholischen Könige Ferdinand von Aragón und Isabella von Kastilien. Das Paar verband Granada mit dem kastilischen Reich. Schade das fotografieren verboten ist, denn die Capilla Real ist beeindruckend. Das gleiche gilt für Palacio Madraza. 

anda_201

anda_202

anda_207

anda_193

anda_192.jpg

 

Taberna La Tana gehört zu der besten Tapas Bars in Granada. Hier gibt es noch traditionelle spanische Küche, wie Blutwurst, Tortilla und einen Tomatensalat mit einem wunderbar würzigen Olivenöl. Das mit einer Avocado belegte Baguette ist ein Gedicht. Die Weinauswahl an spanischen Weinen ist riesig. Natürlich darf man den Wein vorher kosten und bekommt bei Nichtgefallen einen anderen Wein. Die Produktqualität (7/10), sei es Wurst, Oliven oder Ibérico Schinken, ist außergewöhnlich gut. Die beste Tapas Bar, die ich bisher in Andalusien besucht habe. Die Bilder sind von zwei Besuchen am Abend.

anda_214

anda_209

anda_215

anda_210

anda_218

anda_216

anda_217

Fortsetzung: Granada, Teil 3

Andalusien 2019 – Alpujarras und Granada

anda_179

Alpujarras
Am frühen Morgen verlasse ich Nerja und besuche die Bergdörfer Pampaneira und Bubion. Die beiden Orte liegen in der Gebirgsregion Alpujarras in der südlichen Sierra Nevada. Die Alpujarras sind das Tor zur Sierra Nevada mit den höchsten Bergen in Spanien. Der Morgennebel liegt noch über dieser zauberhaften Landschaft. Touristen sehe ich so gut wie keine. Das ändert sich am Vormittag, als die ersten Reisebusse die Dörfer anfahren. 

anda_182

anda_181

anda_180

anda_219

anda_183

anda_184

 

Granada
Am frühen Abend komme ich in Granada an. Ich checke im 5-Sterne-Hotel Hotel Palacio De Santa Paula ein, dass sich in einem ehemaligen Kloster aus dem 16. Jahrhundert befindet.

anda_194

 

Inmitten vom Zentrum sind von dort aus alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu erreichen. Okay, wenn ich die Alhambra besuche werde, nehme ich doch lieber den Bus.

anda_188

anda_200

 

Ich suche die Bar Los Diamantos auf. Ihre Spezialität sind frittierte Krabben, Anchovies und Champignons. Nicht schlecht für den Auftakt auf meiner Tapas Tour durch Granada (5,5/10).  

anda_187

anda_186

anda_185

 

Der Tag neigt sich zu Ende…

anda_189

anda_199

anda_190

anda_191

Fortsetzung: Granada, Teil 2

 

 

Restaurant SoulFood, die 26.

sf_1

Die Sonne scheint, angenehme 21 Grad C – wir sind zu Besuch im Restaurant SoulFood in Auerbach in der Oberpfalz. 

 

sf_2

sf_3

 

Wie immer gibt es zur Erfrischung die hausgemachte Limonade. Heute gibt es Himbeer-Rhabarber-Limonade. Wir wählen vier Gänge aus der Karte.

  • Sashimi vom Thunfisch mit Zitrusaromen, Gurke, geröstetem Sesam und Kräuter-Dashi
  • Schaumsüppchen von wildem Bärlauch mit knusprigem Radieserlbrot
  • CordonBleu von der Wachtelbrust gefüllt mit Jámon Ibérico und Büffelmozzarella mit Kartoffelspecksalat, Feldsalat und Tomatensalsa
  • Grünes Tee-Ramisu mit Passionfruchtcreme und Matcha-Tee Eis

 

Es folgen zwei Grüße aus der Küche – ein Cornet gefüllt mit Tartar von der Gelbflossenmakrele, Limette und Kirsche, sowie Variationen von der Topinambur. 7/10

sf_4

sf_5

 

Dazu gibt es noch Brot mit Ziegenfrischkäse und braune Butter.

sf_6

 

Der erste Gang ist ein Thunfisch-Sashimi. Süße und Säure harmonieren perfekt miteinander. Wunderschön zubereitet und geschmacklich ein Volltreffer. Davon hätte ich auch eine zweite Portion gegessen. 8/10

sf_7

 

Die Bärlauchsuppe ist feinwürzig abgeschmeckt und das Radieschenbrot ein saftiger Kontrast dazu. Bodenständig, aber sehr gut 7,5/10

sf_8

 

Der Hauptgang ist ein Wohlfühlgericht für Fleischliebhaber. Der Schinken verleiht dem Gericht die nötige Würze, nur die Panade der Wachtelbrust hätte etwas knuspriger sein können. Ansonsten sehr gutes Comfort Food. 7/10

sf_9

 

Zum Abschluss gibt es noch ein köstliches Dessert. 8/10

sf_10

 

Fazit: Sternekoch Michael Laus zeigt uns immer wieder, wie gut man die unterschiedlichsten Produkte, sei es Ibérico Schinken oder Thunfisch, zu einem kulinarischen Hochgenuss verbinden kann. Herausragend war das Sashimi und das Dessert, diese beiden Gänge waren sogar auf Zwei-Sterne-Niveau.

 

SoulFood
Unterer Markt 35
91275 Auerbach in der Oberpfalz

Andalusien 2019 – Frigiliana und Nerja

 

anda_165

Frigiliana
Frigiliana und Iznájar sind zwei wunderschöne weiße Dörfer. Beide in die Route einzubauen, ist aber zu viel des Guten. Ich entscheide mich für Frigiliana. Ein hübscher Ort in den Hügeln nördlich von Nerja. Am frühen Morgen ist es noch ruhig und ich kann in aller Ruhe durch den Ort spazieren. Nur wenige Menschen verlaufen sich in den engen Gassen. Kaffee und Croissant gibt es bei Chocolatier Levi Angelo.

anda_168

anda_169.jpg

anda_167

anda_166.jpg

anda_170.jpg

 

Nerja
Die Altstadt von Nerja ist sehr touristisch. Billige Souvenir-Shops und Geschäfte. Abseits der belebten Touristenpfade befindet sich das Restaurant Oliva in einem Hinterhof. Das vom Michelin empfohlene Restaurant bietet gehobene mediterane Küche. Als Vorspeise gibt es Thunfisch Tartar von Almadraba mit Yuzu, Avocado, Porra, Crunchy Corn. Zwischen Vorspeise und Hauptgang wird noch ein erfrischender Petersilie Mojito serviert. Als Hauptgang: Ibérico Schulter mit Chorizo Crumble, Cured Egg und Pfeffer Mayonaise, und zum Abschluss ein Pana cotta.

anda_172

anda_173

anda_174

anda_175

anda_176

anda_177

anda_178

Speisen: 6,5/10
Service: 7/10
Ambiente: 7/10

 

Nach dem üppigen Mittagsmahl sehe ich mir die Höhlen von Nerja an. Ich komme rechtzeitig zur letzten Führung um 15.30 Uhr. Es ist ungewohnt warm in der Höhle, bei ca. 19 Grad braucht man keinen Pullover. Die Höhle ist schwach ausgeleuchtet, sodass die Höhle nicht so eindrucksvoll wirkt, wie ich es mir vorgestellt habe.

anda_171

Fortsetzung: Alpujarras u. Granada

Koch und Kellner, die 2.

Das Restaurant Koch und Kellner hat 2019 einen Michelin-Stern verliehen bekommen. Das ist ein Grund das Restaurant Koch zum zweiten Mal zu besuchen. Der Erstbesuch im Winter 2014 ist mir in unguter Erinnerung geblieben. Gehobene, aber langweilige Küche. Ich bin gespannt, was sich in vier Jahren verändern hat.

kk_1

 

Das Restaurant befindet sich in einer hässlichen Häuserlandschaft, wie man es eher in der Berliner Gastroszene vermuten würde. Die Einrichtung ist ungezwungen, man fühlt sich wie in einem französischen Bistro. Drei, vier oder fünf Gänge stehen zur Wahl. Ein Blick in die umfangreiche Weinkarte lohnt sich. Wir bestellen ein Glas Riesling und einen Syrah.

kk_2.jpg

kk_3

 

Zum Auftakt gibt es ein Bärlauchsüppchen und Oktopus. Nichts außergewöhnliches, dass jetzt meinen Gaumen entzücken würde (6/10). Das hausgebackene Roggenbrot überzeugt mich noch weniger.

kk_4

kk_6

 

Der erste Gang ist schon viel besser. Ingwer, Radieschen, Gurke und Gurkensorbet harmonieren wunderbar mit dem Seesaibling. Eine frische und abwechslungsreiche Vorspeise. 7/10

kk_7

 

Der zweite Gang ist ebenfalls ein Fischgericht. Garnele mit einer Kräuter-Muschelmarinade und Jalapeno. Ein raffiniertes Gericht von Küchenchef Gerald Hoffmann. 7,5/10

kk_8

 

Der dritte Gang Spargel mit Morcheln. 6,5/10

kk_9.jpg

 

Als Hauptgang gibt es Heilbutt, Petersilienwurzel und Misoschaum. Der Heilbutt ist übergart und somit zu trocken. Ich vermisse die sonst saftige Textur des Heilbutts. Das sollte in einem Ein-Sterne-Restaurant nicht passieren. 6/10

kk_10

 

Das Dessert Rhabarber mit Frischkäse, Estragon ist ein leckerer Abschluss. 6,5/10

kk_11

 

Fazit: Der Auftakt hat ein langweiliges Menü vermuten lassen. Gott sei Dank hat sich die Mannschaft um Küchenchef Gerald Hoffmann im Laufe der fünf Gänge erheblich gesteigert. Im Vergleich zu meinem ersten Besuch hat sich die Küche zum Positiven weiterentwickelt. Somit kann ich eine Empfehlung aussprechen. Von der Umgebung sollte man sich aber nicht abschrecken lassen.

Speisen: 6,9
Service: 7
Ambiente: 6,5

 

Koch und Kellner
Obere Seitenstr. 4
90429 Nürnberg

Andalusien 2019 – Málaga, Teil 2

Málaga
Am zweiten Tag in Málaga besuche ich das Museo Automovilístico de Málaga. Das Museum befindet sich in der 1927 erbauten ehemaligen Tabakfabrik Real Fábrica de Tabacos in der Nähe des Hafens. Mehr als 120 Fahrzeuge aus verschiedenen Automobilepochen werden ausgestellt, darunter Bugatti, Delage, Ferrari, Packard, Rolls-Royce, Jaguar, Mercedes, usw. Das Konzept Autos mit Mode zu verbinden, finde ich aber nicht vorteilhaft. 

ana_164

ana_165

ana_166

ana_169

ana_167

ana_163

ana_170

ana_171

ana_172

 

Anschließend führt mich mein Weg wieder in die Altstadt. Bei schönstem Frühlingswetter sind die Straßencafés gut gefüllt. Ich suche das Mesón Iberico auf und wie der Name schon sagt, hier gibt es Iberico Schinken in allerbester Qualität. Die letzte Tapas Bar ist Mesón Antonio. Ich probiere eine Portion Gambas Plancha und Toast mit Sardinen.

ana_173

ana_174

ana_176

ana_177

Fortsetzung: Frigiliana u. Nerja

Andalusien 2019 – Malaga, Teil 1

ana_140

ana_143

Nach Sonnenaufgang und ausgiebigen Frühstück mache ich mich wieder auf dem Weg ans Meer. Tagesziel ist Málaga, 50 km südlich von Antequera.

 

ana_141

 

Málaga
Málaga ist eine Großstadt und der Verkehr im Stadtzentrum artet zu einer Geduldsprobe aus. Das Parken in einem der Parkhäuser ist ein Albtraum, enge Parkbuchten und wenig Platz zum rangieren.

Die Altstadt abseits der Touristenspots ist hübsch. Am besten gefallen mir die Aussichtspunkte auf die Stadt und das Alborán-Meer. Die Aussicht von der Alcazaba Málaga oder vom Castillo de Gibralfaro ist ganz nett. Meine Lieblingsplatz liegt in den Bergen, die Aussicht vom Montes de Málaga zeigt die Größe von Málaga am besten. Den Platz habe ich für mich alleine, kein einziger Mensch lässt sich blicken. Die Alcazaba ist Málagas berühmtes Wahrzeichen und der besterhaltene maurische Festungspalast Spaniens.

ana_150

ana_146

ana_157

 

Mercado Central de Atarazanas
Mittags suche ich Mercado Central de Atarazanas auf. Das Gebäude verbindet maurische Architektur des 14. Jahrhunderts mit industriellem Design des 19. Jahrhunderts. Außen und innen fällt das riesige Buntglasfenster auf. Die Stände in der riesigen Markthalle bieten Fisch und Fleisch, sowie Obst und Gemüse, bis hin zu zig Sorten von Oliven. Ich mache mich weiter auf dem Weg durch die Altstadt.

ana_142

ana_152.jpg

ana_145

ana_147.jpg

ana_149

ana_148

 

Mesón Mariano
Nächste Station ist Mesón Mariano. Dieses kleine Restaurant ist ein Muss bei einer Tapas-Tour durch Málaga. Die Küche ist eine der klassischsten und traditionsreichsten Tapas-Restaurants in der Altstadt. Hier soll es die beste Paella in Málaga geben. Der Reis mit Wurst und Fleisch schmeckt saftig und gehaltvoll. Danach besuche ich noch die Kathedrale von Málaga und das Picasso Museum. 

ana_155

ana_153.jpg

ana_154

ana_156

 

Der klassische Aussichtspunkt auf Málaga befindet sich unterhalb des Parador de Gibralfaro. Ein toller Fotospot zu Sonnenuntergang.

ana_158

 

Übernachtungsort ist das Hotel Villa Guadalupe. Das Hotel in einer ehemaligen Villa liegt ruhig gelegen oberhalb von Málaga. Leider ist das Zimmer sehr hellhörig. Das Abendessen im Hotelrestaurant Amador ist bestenfalls durchschnittlich (6/10). 

ana_159.jpg

ana_161

ana_162

Fortsetzung: Málaga, Teil 2

Andalusien 2019 – Antequera

ana_133

Antequera
Am nächsten Tag fahre ich weiter zum nächsten Tagesziel Antequera, 88 km östlich von Ronda. Hier geht es weitaus beschaulicher zu und die Touristen in der Altstadt lassen sich an zwei Händen abzählen. Antequera ist eben kein 1A-Touristenziel wie Ronda. Aber ein Stop in Antequera lohnt sich, siehe die Altstadt mit ihren kleinen Gassen, sowie die Iglesia Colegial de San Sebastián und die Alcazaba y Real Colegiata. Vom Glockenturm Torre del Homenaje hat man eine tolle Rundumsicht auf Antequera.

ana_135

ana_134

 

Mittags gehe ich im Méson Casa Diego (6/10) essen. Es gibt gebratenes Gemüse und Oktopus.  

ana_136

ana_137

ana_138

 

Danach checke ich im Parador de Antequera ein. Ein modernes Gebäude in ruhiger Lage.

ana_144

 

Torqual de Antequera gehört zu den schönsten Landschaften in Europa. Die Steinformationen und Labyrinthe sehen aus wie eine aus dem Fels gehauene Stadt. Der bekannteste Fotospot ist Tornillo del Torcal, dessen Form an eine Schraube erinnert und diesem Naturpark seinen Namen „Schraube von Antequera“ verliehen hat.

ana_139

Fortsetzung: Málaga, Teil 1

Grazamela, Ronda und Restaurant Bardal

anda_110

Grazamela
Das Bergdorf zählt zu den schönsten Pueblo Blancos in Spanien. Das weiße Dorf liegt in der Sierra de Grazalama, ein faszinierender Naturpark mit vielen Tier- und Pflanzenarten. Am Morgen kann man noch in Ruhe durchs Dorf schlendern und fotografieren, bevor die Bustouristen im Ort einfallen. 

anda_108

anda_111

 

Über Ronda muss man nicht viel sagen, der Ort mit der Puento Nuevo ist zweifellos eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in Spanien. Am schönsten ist Ronda am frühen Morgen oder frühen Abend. Dann haben die Tagestouristen die Stadt verlassen und es ist angenehm leer. 

anda_114.jpg

anda_112

anda_078

 

Kulinarik in Ronda
Ich besuche das Ein-Sterne-Restaurant Bardal in der Altstadt von Ronda. Ungewöhnlich ist die Lage. Das Restaurant liegt nur wenige Schritte von der Puento Nuevo entfernt, umgeben von billigen Touristenrestaurants. Hier verwöhnt Chefkoch Benito Goméz die Gäste mit seiner Philosophie der andalusichen Küche.

anda_113

 

Es gibt ein kleines Menü für 95 € und ein großes Menü für 110 €. Die Zutaten des großen Menü klingen verlockend und somit fällt die Wahl leicht. Es beginnt mit einer fantastischen Knoblauchsuppe mit Schinken. Anschließend wird zweierlei Brot mit Ziegenbutter und Olivenöl aus Ronda serviert.

 

Garlic Soup

anda_116

anda_122

 

Smoked Eel Fried Dough & Pumpkin, Trout Roes and Goat Cream Cornet

anda_117

 

„Pringá“ Meat, Quinoa and „Payoyo“ Cheese Taco

anda_118

 

Oyster Confit, Spicy Green Tomato Juice, Cottage Cheese and Vanilla

anda_119

 

Razor Clam Comd Soup, Green Asparagus and Caviar

anda_120

 

Grilled Leaks, Partridge Rillettes, Egg Yolk and Young Leeks with its Ash

anda_121

 

Cuttlefish in „Amarillo“ Stew

anda_123

 

Green Peas, Chard, Pig’s Snout and Ear

anda_124

 

Goat Sweetbread, Mushroom, Truffle and Sheep Milk

anda_126

 

Artichokes and Black „Butiffara“

anda_127

 

Grilled Seabass with Spinach

anda_125

 

Duck Meatball Civet

anda_128

 

Venison with Bordelaise Sauce and Smoked Gabbage, Foie and Truffle Terrine

anda_130

 

Dressed Lettuce

anda_131

 

Orange, Orange Blossom and Algarrobo Cake

anda_132

 

Grilled Pear, Lemond and Rosemary

anda_133

 

Corn and Spicy Chocolate

anda_134

 

Petit Fours & Café

anda_135

anda_136

 

Selten hat mich ein Sternerestaurant so fasziniert wie das Bardal. Exzellentes Handwerk und kreative Kulinarik auf sehr hohem Niveau. Dieses Restaurant verdient mehr als nur einen Michelin Stern. Warum das Bardal nur einen Stern inne hat, ist mir nach diesem Besuch ein Rätsel.

Speisen: 8
Service: 8
Ambiente: 7,5

 

Bardal
Calle José Aparicio1
29400 Ronda
Spanien

Fortsetzung: Andalusien 2019 – Antequera

Restaurant Messina

Eigentlich stand der Besuch im Drei-Sterne-Restaurant Dani Garcia in Marbella auf dem Programm. Leider hat das Restaurant sonntags und montags geschlossen, und nur wegen einem Restaurant stelle ich nicht die ganze Reise auf dem Kopf.

anda_091

Als Alternative habe ich das Messina, ausgewählt, eins von drei Ein-Sterne-Restaurants in Marbella. Der 32 Personen fassende Speiseraum ist elegant eingerichtet. Es dominieren Rot- und dunkle Brauntöne. Es gibt zwei Menüs für 69 € und 88 €, sowie à la carte von 9 € bis 31 €. Ich bestelle das dreizehngängige Menü Messina.

anda_108

 

Das hausgebackene Brot wird mit zwei verschiedenen Sorten Olivenöl serviert. Ohne große Umschweife, beginnt das Menü sofort mit dem ersten Gang.

anda_095

 

Yucca, creamy pickled Aubergine and marinated Red Peppers

anda_092

 

Creamy Chimichurri, Tomato, and Lemon Tapioca

anda_093

 

Typical Argentinean Manioc Flour Bread

anda_094

 

Crayfish with Crayfish Tartar

anda_096

 

Aubergine Tomato – Tomato Aubergine

anda_097

anda_098

 

Cod Barbell served with Lentils Stew Broth and Quails’ Egg

anda_099

 

White Sea Bass Tail with English Cream Noisette Butter

anda_100

 

Warm Turbot cooked in a traditional Spanish way served with Edamame and creamy toasted Garlic

anda_101

 

Cow Marrow with Beef Stock Sauce

anda_102

 

Beef Steak, Potatoes and creamy Pesto

anda_103

 

Caramelized Pineapple Sorbet, Red Pepper and Pisco Sour

anda_104

 

Ricotta and Orange Peel Pie with Pear and Lime Leaf Ice Cream

anda_105

 

Roasted Red Apple Ice Cream with Oloroso Sherry Sabayon

anda_106

 

Petit Fours

anda_107

 

Das Menü war insgesamt sehr gut, wenn ich auch ein Gang aus der Rolle fiel. Ausgerechnet beim Hauptgang war das Rindersteak zu zäh. Die minimalistisch komponierten Desserts waren durchweg hervorragend.

Speisen: 7,5
Service: 7
Ambiente: 7,5

 

Messina
Av. Severo Ochoa 12
29603 Marbella
Spanien

Fortsetzung: Grazamela, Ronda und Restaurant Bardal

Andalusien 2019 – Casares und Marbella

anda_082

Am nächsten Tag fahre ich weiter zum Tagesziel nach Marbella. Unterwegs halte ich noch in Casares. Der kleine Ort mit seinen weißen Häusern ist schon von weitem zu sehen. Majestätisch thront der 6000-Seelen-Ort auf einem Felshügel. Die Burg Mudéjar stammt aus dem 15. Jahrhundert und prägt das mittelalterliche Ortsbild. 

 

anda_084

anda_098

anda_088

Das 5-Sterne-Hotel Westin La Quinta liegt in den Hügeln nördlich von Marbella. Eine tolle Hotelanlage in ruhiger Umgebung für zwei Übernachtungen. Nachmittags gehe ich ins Restaurant Lobito de Mar. Das Zweitrestaurant von Drei-Sterne-Koch Dani Garcia. Es gibt Anchovies, Shrimps und Thunfisch – für die gebotene Qualität, aber viel zu teuer (5,5/10).

anda_087

anda_099

anda_089

anda_090

 

Puerto Banús, ca. 7 km vom Stadtzentrum Marbellas entfernt, ist der berühmte Yachthafen in Marbella. Es ist der Treffpunkt der schönen und reichen Leute. Für einen Schaufensterbummel ist die Hafenpromenade ganz okay, ansonsten finde ich die Location langweilig und verbringe dort nur kurze Zeit. Die Rhinozeros-Skulptur von Salvador Dalí ist dagegen sehenswert.

anda_083

anda_085

 

Das Altstadtviertel ist im Vergleich zu Sevilla geradezu winzig und zudem viel touristischer. Die Altstadt von Sevilla hat mehr Authentizität und Charme zu bieten als Marbella. Am schönsten sind noch die Gassen, Bars und Restaurants auf der Plaza Puenta de Ronda. Am besten gefällt mir noch die Calle Principe.

anda_086

anda_096

anda_097

 

Im Casablanca gibt es noch ein paar Tapas. Der Tomatensalat ist gut, ebenso der Hamburger. Leider sind die Patatas Braves von Aioli und Salsa ertränkt. (5,5/10).

anda_092

anda_093

anda_094

anda_095

Fortsetzung: Restaurant Messina

Andalusien 2019 – Arcos und Vejer

anda_062

Arcos de la Frontera
Die Altstadt von Arcos liegt auf einem Hügel. Der Aufstieg von der Westseite ist gemächlich, von der Ostseite wesentlich anstrengender. Die Gassen sind so schmal, dass gerade ein Auto passieren kann.

anda_061

 

Im Jóvenes Flamencos gibt es Jamón Ibérico (7/10) und Thunfischsteak (6,5/10). Für ein Restaurant in „bester Lage” überaus gute Küche.

anda_066

anda_063

anda_064

anda_065

 

Die Aussicht vom Balcón de la Peña Nueva auf den Río Guadalete und die Obstgärten ist atemberaubend. Den besten Fotospot hat man aber nicht vom Aussichtspunkt auf der Plaza del Cabildo, sondern von der Terrasse im Parador de Arcos.

anda_067

anda_068

anda_069

Am frühen Abend checke ich im Barceló Montecastillo ein, ein Golf & Sport-Resort direkt neben der MotoGP-Rennstrecke Jerez. Das Abendbuffet für 25€ ist gelinde gesagt eine Enttäuschung (5/10). Das Frühstücksbuffet ist auch nicht viel besser. Wenn ich an das Buffet im Hotel Alfonso XIII in Sevilla zurückdenke. Da liegen Welten dazwischen. 

 

Vejer de la Frontera
Von Arcos fahre ich weiter nach Vejer. Ich checke in der Hacienda Montenmedio ein. Ein ruhig gelegenes Anwesen paar Kilometer östlich von Vejer. 

anda_075

anda_076

 

Vejer de la Frontera gehört wie Arcos zu den Pueblos Blancos, die weißen Dörfer Spaniens. Trotz Tourismus, hier kann man noch durch ein fast authentisch gebliebenes Dorf schlendern. Die Gassen und blumenbewachsenen Hinterhöfe bieten viele schöne Fotomotive. Im Casa Varo gibt es einen mittelmäßigen Thunfisch, im Central einen sehr guten Karottenkuchen. Die Panoramaausicht auf Vejer ist fantastisch. Zwanzig der schönsten weißen Dörfer Andalusiens liegen entlang meiner Route. Einige Dörfer liegen teils abgelegen in den Bergen, somit werde ich nicht alle besuchen können.

anda_073

anda_079

anda_080

anda_074

Fortsetzung: Casares u. Marbella

Andalusien 2019 – Sevilla, Teil 3

anda_033

In Sevilla gibt es unzählige Tapas Bars, so viele das man schnell den Überblick verliert. Ausgesucht habe ich unter anderem die Bar Alfalfa, Dos de Mayo, Ispal, La Brunilda und L’inspiration. Hier einige Bilder davon…

 

Dos de Mayo

anda_026

anda_027

anda_028

 

La Brunhilda

anda_029

anda_030

anda_031

anda_032

 

L’inspiration

anda_034

anda_035

anda_036#

anda_037

 

Ispal

anda_043

 

Es gibt aber nicht nur leckere Tapas in Sevilla, sondern auch Feinschmeckerküche. Ich besuche das Ein-Sterne-Restaurant Abantal. Es ist kurz nach 14 Uhr als ich das von außen unscheinbare Restaurant im Viertel Santa Cruz betrete. Der Speiseraum ist elegant und zeitlos eingerichtet. Ich bin der erste Gast, die letzten Gäste kommen nach 15 Uhr. Soviel zu den Zeiten, wann Spanier gewöhnlich essen gehen.

anda_041

 

Ich wähle zu einem Glas Rotwein das dreizehngängige Menü für 95 €. Zum Auftakt gibt es einen vierteiligen Gruß aus der Küche. Die Apéros hinterlassen keinen bleibenden Eindruck. Nicht schlecht, aber auch nicht so gut, dass ich jetzt davon begeistert wäre.

anda_042

anda_038

anda_039

 

Micro Seaweed with Cauliflower and Sea Plants

anda_040

 

Sponge of Tomato, Cod Fish, Garlic and Pepper

anda_043

 

Oyster with Sweet Potato, Citrus and spiced Infusion

anda_044

 

Traditional Dressing Carrots

anda_045

 

Razor Clam with pickled Vegetables and dry Tuna

anda_046

 

Steamed Large Red Prawn with Sauté Rice and Ali Oli

anda_047

 

Cod with Tomato, Pepper Jelly, Garlic and Basil

anda_048

 

Caramelized Lamb Sweetbread with Moorish Cream

anda_049

 

Marinated  Iberian Pork Shoulder, Pumpkin, Parsnip

anda_050

 

Coffee Gelee, Sweet and Sour Quince and Foie Gras

anda_051

 

Passion Fruit Cream, Frappe Mint and Chocolate

anda_052

 

Yogurt Foam, Strawberry, Lavender and Muscat

anda_053

 

Orange Zabaglione, Anise Cookie and Cinnamon

anda_054

 

Die kunstvoll angerichteten Gänge boten feine andalusische Küche. Am besten fand ich die Vorspeise Tomate, die Garnele, das Ibérico-Schwein und die Passionsfrucht. Weniger Dekoration aus der Spritztube hätte dem einen oder anderen Teller aber gut getan.  

Speisen: 7
Service: 7,5
Ambiente: 7

 

Abantal
Calle Alcalde José de la Bandera 7
41003 Sevilla
Spanien

Fortsetzung: Arcos u. Vejer

Andalusien 2019 – Sevilla, Teil 2

Der 2. Tag in Sevilla beginnt mit einem Spaziergang zur Plaza de España. Die Bilder sind von einem morgendlichen und abendlichen Besuch.

anda_014

anda_022

anda_010

 

Das Frühstücksangebot im Hotel Alfonso XIII ist hervorragend. Es gibt heute u.a. ein frisch zubereitetes Omelett mit knusprigen Speck, Ibérico Schinken, Tortilla und Käse.

anda_007

anda_008

anda_020

anda_009

 

Das Treiben in den engen Gassen ist gemütlich. Aus dem Nichts entstehen spontane Situationen, wie geschaffen für Street-Fotografie. Diese Art von Fotografie finde ich interessant, und macht oft mehr Spaß als immer nur Gebäude oder Landschaften zu fotografieren. Architekturfotografie nimmt in Sevilla nur einen kleinen Teil ein. Auf dem Programm steht nur der Besuch der Casa de Pilatos, Setas de Sevilla, Hospital de los Venerables, Plaza de España, Real Alcázar und die Kathedrale von Sevilla. 

anda_024

 

anda_025

 

Die Real Alcázar gehört zu den schönsten Stadtpalästen in Spanien. Bereits eine halbe Stunde vor Öffnung hat sich eine Schlange von über 100 Personen gebildet, Gott sei Dank habe ich online ein Ticket gebucht und stehe in vorderster Front. Einmalig sind die prächtigen Zackenbogen, von Marmorsäulen getragene Oberwände und Stuckornamente. Die wunderschön angelegten Gärten und die Bäder von Maria de Padilla gefallen. 

anda_019

anda_018.jpg

anda_006

 

Die Kathedrale von Sevilla wurde zwischen 1401 bis 1519 auf den Überresten der im 12. Jahrhundert errichteten arabischen Mezquita Mayor errichtet. Sie ist die größte gotische Kathedrale der Welt und nach Sankt Paul in London und Vatikan die drittgrößte Kirche. Alles ist sehr beeindruckend, angefangen vom Altar Mayor bis hin zum Sarkophag von Christoph Kolumbus. Die Rundumsicht vom Glockenturm Giralda auf die Dächer von Sevilla ist einmalig. 

anda_021.jpg

anda_013.jpg

anda_012

anda_011.jpg

Fortsetzung: Sevilla, Teil 3

Andalusien 2019 – Sevilla, Teil 1

Pueblo Blancos, Castillos und Tapas
Spanien zählt zu meinen Lieblingsreisezielen in Europa. Das betrifft nicht nur die Landschaft, Kultur und Kulinarik, sondern auch deren temperamentvolle Mentalität. Andalusien ist landschaftlich besonders vielfältig. Schöne Strände, hübsche Bergdörfer und alte Bauten. Die Planung dieser Frühlingsreise beschränkt sich auf das Nötigste, einzig die Liste der besten Tapas Bars wird auf dem neuesten Stand gebracht. Nur wenige Must-See-Locations stehen auf dem Programm, somit wird es eine entspannte Tour, ohne von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu hetzen.

anda_059

anda_005

 

Stationen dieser Reise sind: SevillaArcosVejerMarbellaRondaAntequeraMálagaNerjaGranadaJaénCórdobaCarmona. Übernachtet wird im Hotel oder Parador. Bei den Unterkünften ist alles darunter – Drei-, Vier- und Fünf-Sterne-Hotels. Es ist diesmal keine exzessive Sterne-Tour, wie zuletzt auf meiner Spanien-Reise 2017, aber gutes Essen darf es schon sein. Man kann in Andalusien sehr gut essen, aber die Weltklasse-Restaurants, wie ich sie in Bilbao, San Sebastián oder Barcelona vorfinde, gibt es in Andalusien nicht. 

Sevilla
Es sind nur 10 Grad bei Abflug in Nürnberg, während in Sevilla die Temperatur auf frühsommerliche 24 Grad steigt. Sevilla ist die Hauptstadt der Autonomen Region Andalusien und der Provinz Sevilla.

anda_056

anda_058

anda_057

 

Unterkunft für vier Nächte ist das 5-Sterne-Hotel Alfonso XIII, nur wenige Schritte von der Real Alcázar und Kathedrale entfernt. Das 45 m² große Grand Deluxe-Zimmer mit Aussicht auf dem Garten ist hübsch und sehr gut ausgestattet.  

anda_001

anda_002

anda_055.jpg

anda_004.jpg

anda_015

anda_003

Fortsetzung: Sevilla, Teil 2




Hallo, und Willkommen in meinem Blog. Wenn Du mehr wissen möchtest, dann schau auf meiner Website vorbei.

Kategorien

Neueste Kommentare

Archiv