Gourmetreise im Schwarzwald, Teil 3

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Nach dem gestrigen kulinarischen Auftakt geht es heute gemütlicher zu. Ich bediene mich vom reichhaltigen Frühstücksbuffet. Die Auswahl ist zwar nicht ganz so üppig, wie ich es vom Hotel Bareiss kenne, aber für einen Frühstücksmuffel gibt es mehr als genug. Zu einem frisch zubereiteten Omelette nehme ich noch etwas Lachs, Forelle, Käse, Schinken, Croissant, Joghurt und Obst. 

 

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Am Vormittag mache ich einen Ausflug auf die Schwarzwaldhochstraße. Der Mummelsee ist ganz nett, aber auch von Touristen überlaufen. Der fotogene See ist bis auf die Südseite von steilen, bewaldeten Berghängen umgeben. Bevor ich den See näher beäuge, gibt es es Kaffee und Schwarzwälder Kirschtorte auf der Terrasse im Hotel Mummelsee. Ich laufe einmal um dem See herum und fahre dann weiter nach  Baden-Baden.

 

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Vom Kongresshaus Baden-Baden sind es nur ein paar Schritte zum 1-Sterne-Restaurant Le Jardin de France. Das Restaurant befindet sich im Hinterhof eines historischen Ziegelsteingebäude. Elegant ist der Speisesaal, wo beige und weiße Farben dominieren. Die Terrasse ist kurze Zeit später komplett besetzt. Das dreigängige Mittagsmenü ist mit 39€ fair kalkuliert. Ich wähle lieber drei Gänge à-la-carte.

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Als Amuse Bouche gibt es ein kaltes Spinatsüppchen und Spargelsalat. Das Spinatsüppchen erfrischt, aber von Aroma keine Spur. Der Spargel ist ein Anschlag auf meine Geschmacksnerven. Lieblos ohne Substanz. 6/10 

 

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Die Kokos-Birnen-Curry Suppe (17€) mit Ingwer und Spinatblättern ist cremig, fruchtig, mit einer leichten Schärfe. Sehr süffig, aber auch schnell sättigend. Dieser optisch unansehnlich angerichtete Teller passt eher in ein Bistro, aber nicht unbedingt zu einem Sterne-Restaurant. 6,5/10

 

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Als Tagesfisch wird Seebarsch mit Hummer (46€) angeboten. Dazu Artischocken, Fenchel, Spinatblätter. Der Service erklärt zuvor, dass sich bei meiner Wahl der Spinat wiederholt, und ob ich ein anderes Gemüse wünsche. Ich bleibe beim Spinat. Der Seebarsch ist leider übergart und die Haut zu stark angebraten. Die kleinen Teile des Hummers muss man auch suchen. Wenn die Kalkulation keine bessere Qualität erlaubt, dann sollte man so ein Produkt lieber gleich weglassen. Mittelmäßige Produktqualität paart sich mit handwerklichen Fehlern bei der Zubereitung. 6/10 

 

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Als Pre-Dessert gibt es einen Milchreis und ein paar Knabbereien. Das schmeckt alles prima und zeigt endlich Sterneküche. 7/10

 

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Das Crème Brûlée Vanille (15€) ist geschmacklich in Ordnung. Aber auch hier fehlt es an Kreativität um einen französischen Bistroklassiker angemessen zu präsentieren. Da hilft das Melonensorbet auch nicht mehr. 6,5/10

Das Fazit fällt kurz aus: Dieses Mittagessen war enttäuschend und nicht sternewürdig!

Speisen: 6,5
Service: 7,5
Ambiente: 8,5

Le Jardin de France
Lichtentaler Str. 13
76530 Baden-Baden

 

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Bevor ich wieder nach Tonbach zurückfahre, gehe ich noch ins Café König. Das Baden-Badener Kaffeehaus wurde von dem Gourmetmagazin Der Feinschmecker als bestes Café in Baden-Württemberg ausgezeichnet. Hier wird die Kaffeekultur noch ausgiebig gepflegt. Die Kuchen, Törtchen und Pralinen in der Auslage sehen alle sehr lecker aus. Ein prächtiger Beerenkuchen lacht mich an. Die Erdbeeren, Himbeeren und Schwarzbeeren schmecken frisch und knackig, der Boden angenehm saftig. So einen guten Kuchen habe ich lange nicht mehr gegessen.

Kuchen: 8
Service: 7
Ambiente: 8

Café König
Lichtentaler Str. 12
76530 Baden-Baden

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