Kulinarischer Ausflug nach Regensburg

 

Regensburg
Es ist schon einige Jahre her seitdem wir in Regensburg  waren. Die Altstadt und ein Restaurant sind der Grund für diesen erneuten Besuch in der Stadt an der Donau. Die mittelalterliche Altstadt (seit 2006 UNESCO-Welterbe) ist gesäumt mit historischen Bauten, verträumte Gassen und urige Läden. Die Konzentration von Cafés, Kneipen und Restaurants ist enorm.

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Nach dem Besuch des Regensburger Dom besuchen wir das Café Prinzess, das älteste Kaffeehaus in Deutschland.

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Der Baumburger Turm in der Altstadt ist einer der sogenannten Geschlechtertürme, die von reichen Patrizierfamilien im Mittelalter als Statussymbole erbaut wurden. Der Baumburger Turm gilt als der schönste der erhaltenen 20 Geschlechtertürme.

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Ein interessantes Gebäude ist das Goliath-Haus aus dem 13. Jahrhundert. Auf der Vorderseite kann man das Fresko David und Goliath von Melchior Bocksberger bewundern.

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Storstad
Auf der Rückseite des Goliath-Haus ist der Zugang zum Restaurant Storstad. Das Storstad (Schwedisch für Großstadt) wurde im Sommer 2014 von Anton Schmaus eröffnet, welches noch im gleichen Jahr mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. Schmaus, verheiratet mit einer Schwedin, gehört zu einer neuen, jungen Generation von Spitzenköchen in Deutschland. Seine Wanderjahre verbrachte er in Lugano, St. Moritz, Stockholm und New York. Seit 2017 ist er außerdem der Chefkoch von der deutschen Fußballnationalmannschaft.

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Mit dem Aufzug fahren wir hinauf in die fünfte Etage. Vorbei an der Bar und der hinter Glas offenen Küche werden wir zu unserem Tisch geleitet. Der helle Speisesaal ist schlicht im skandinavischen Stil eingerichtet, warme Holztöne dominieren. Das Publikum ist bunt gemischt, von Alt bis Jung ist alles dabei.

 

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Das 70 Personen fassende Restaurant ist an diesem Freitagmittag gut gefüllt. Bei schönstem Sommerwetter genießen wir die Aussicht auf die Dächer Regensburgs und dem Dom.

Mittags gibt es ein dreigängiges Lunchmenü für 40€. Ein fairer Preis, dagegen sind die Preise für die Hauptgerichte sehr hoch. Mit 48€ bewegt man sich in Regionen von Zwei-Sterne-Restaurants. Wir bleiben trotzdem bei à la carte um die Vielfalt der Küche kennenzulernen. 

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Als Aperitif gibt es eine Johannisbeerbowle. Gewürzbrot, Knäckebrot und Ziegenquark kommen auf dem Tisch. Das noch lauwarme Brot schmeckt sehr gut, mit dem Knäckebrot kann ich mich weniger anfreunden.

 

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Der Gruß aus der Küche kommt im Glas, gefüllt mit Auberginen- und Artischockenschaum, Garnele. Fluffig mit feinen Geschmacksnoten. Nicht schlecht zum Auftakt. 7/10

 

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Wir beginnen mit einer erfrischend leichten Vorspeise. Zu gegrillter Avocado gibt es eine Ajo Blanco (auf deutsch weißer Knoblauch). Die kalte Suppe mit Mandeln und Knoblauch ist typisch für die andalusische Küche. Mandeln treffen auf Knoblauch und fruchtiges Olivenöl. Zudem die Weintrauben und Jalapeno wunderbar mit Säure, Süße und dezente Schärfe harmonieren. Dieser Gang überzeugt durch seine Aromenvielfalt. 7,5/10

 

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Als zweite Vorspeise gibt es Hamachi oder Gelbschwanzmakrele. In diesem Falle als Ceviche mit Koriander, Gurke und Avocado. Süße und säuerliche Aromen wechseln sich ab. Die Schärfe hält sich dezent im Hintergrund. Das Sorbet schmeckt erfrischend. 7,5/10

 

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Meine Begleitung zieht anstatt Hamachi lieber Hummer vor. In einer fruchtigen Gazpacho liegen lauwarme Hummerstück. Mitspieler sind Melone, Minze und Kokosnuss. So gut, das nichts auf dem Teller zurückbleibt. 7,9/10

 

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Als Hauptgericht gibt es Saibling mit Romana, Sellerie, grünes Curry. Der Fisch ist auf der Haut gebraten, perfekt gegart und schmeckt sehr gut. Ich bin kein Freund von Schäume, egal in welcher Geschmacksform. Das ist zu viel und stört die Balance auf dem Teller. 7/10

 

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Zum Abschluss Gin & Tonic, Joghurt, Gurke. Auch hier spielt die Küche mit süßen und säuerlichen Aromen. Die hauchdünnen Gurkenscheiben und Joghurt ergänzen sich prima, das Gurkensorbet ist der erfrischende Kontrast. Geschäumter Gin & Tonic fügt dem Dessert eine herbe Note hinzu. Hervorragend. 7,9

 

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Als Petit Fours gibt es eine eher langweilige Kaffeeschnitte. 6,5/10

 

Anton Schmaus begeisterte uns mit seiner raffinierten Welt der Aromen. Nach diesem vorzüglichen Mittagessen fällt unser Urteil eindeutig aus. Das Storstad gehört zu den besten Ein-Sterne-Restaurants in Bayern. Noch ein Wort zum ansonsten aufmerksamen Service. Die jungen Servicekräfte könnten ruhig etwas mehr Lockerheit vertragen.

Speisen: 7,5
Service: 7,5
Ambiente: 8

Storstad
Watmarkt 5
93047 Regensburg

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