Keidenzeller Hof, die 3.

 

Es ist schon wieder ein Jahr vergangen, seitdem wir im Keidenzeller Hof zum Abendessen waren. Also was liegt näher das Restaurant in Langenzenn in der Nähe von Fürth wieder zu besuchen. Küchenchef Martin Grimmer steht für eine saisonale, regionale, moderne Küche, ausgezeichnet mit einem Michelin Stern.

 

kh_2

Der Speisesaal ist elegant eingerichtet und wir fühlen uns wie in einem großen Wohnzimmer. Die Auswahl am Abend beschränkt sich auf ein einziges Menü von 6 Gängen für 95€. Den Service leitet Inhaberin Vera Grimmer größtenteils alleine, unterstützt von Ihrer Küchencrew.

 

kh_3

Der erste Gruß aus der Küche ist ein Tartelette von der Geflügelleber mit Hagebutte und Marone. Ein wohlschmeckender Gaumengenuss. 7/10

 

kh_4

Als zweiten Gruß gibt es eine Waffel, darauf Räucheraal mit Zwiebelmarmelade und Grünkohl. Geschmacklich durchaus angenehm, wenn auch etwas spannungslos. 6,9/10

 

kh_5

Jetzt kommt auch das hausgebackene Gewürzbrot auf dem Tisch. Das Brot zusammen mit einer Sauerrahmbutter und einer Waldpilzbutter ist hervorragend. Die luftig leichte Butter schmilzt regelrecht auf dem noch lauwarmen Brot. 8/10

 

kh_6

Als dritten und letzten Gruß aus der Küche gibt es ein Kartoffelragout mit Tête de Moine Käse und Sevruga Kaviar. Etwas deftig, trotzdem eine phänomenale Aromen-Kombination. 8/10

Ein Muskateller vom Weingut Ökonomierat Rebholz in der Pfalz begleitet mich durch die nächsten Gänge.

 

kh_7

Auf diesem hohem Niveau geht es mit dem ersten Gang weiter. Rettich mit gebrannter Hefe, Buchweizen und Waldpilze. Die Vinaigrette hält sich dezent im Hintergrund und lässt Rettich und Hefe umso stärker zur Geltung kommen. Der Buchweizen steuert eine knusprige Note bei. Ein wunderbares Spiel der Texturen und Temperaturen, grandiose Kulinarik. 8,5/10

 

kh_8

Etwas deftiger wird es beim Kalbsbries mit Kürbis, eingelegte Gurken und Zwiebeln, dazu etwas Senfsaat und Kürbisschaum. Die Zutaten sorgen für schmackhafte Kontraste und Sterneküche auf hohem Niveau. 7,5/10

 

kh_9

Der dritte Gang ist Lachs mit Rote Bete und Dill. Der sanft gegarte Lachs ist saftig und schmeckt vorzüglich zu der Rote Bete Sauce. Angenehm säuerlich frisch mit einer leicht süßlichen Note. Lachs und Sauce verbinden sich zu einem kulinarischen Hochgenuss. Am liebsten würde ich den Teller ausschlecken, so lecker schmeckt es. 8/10

 

kh_10

Als letzten Hauptgang serviert Martin Grimmer rosa gebratenes Rind mit Sellerie und Schwarze Nuss und Hagebutte. Das Fleisch hat eine mürbe Textur, wahrscheinlich sous-vide zubereitet. Die Sauce wurde mit Chili und Kakao filigran abgeschmeckt und nimmt dem Jus die Schwere. Sellerie und Schwarze Nuss (Grüne Walnüsse) passen sehr gut dazu. Ein insgesamt guter Gang. 7,5/10

 

kh_11

Das erste Dessert ist ein Ingwersorbet mit Apfelschaum und Müsli. Das Sorbet schärft die Sinne, aber nach dem zweiten Löffel ist die Schärfe des Ingwer zu dominant und es wird zu eindimensional. 6,5/10

 

kh_12

Beim zweiten Dessert Nougat mit Sandorn-Sorbet und Crème Patisserie harmonieren die Zutaten wieder sehr gut zusammen. Das Zusammenspiel von Süße und Säure ist wunderbar gelungen. 7,5/10

 

kh_13

Als Petit Fours gibt es noch Nougatpralinen und Walnüsse in Kakao

Wir waren bei unserem dritten Besuch wieder rundum zufrieden. Der Keidenzeller Hof beweist, dass man auch ohne teure Produkte hervorragende Kulinarik zelebrieren kann. Eine puristische Produktküche mit Fokus auf wenige Zutaten.

Speisen: 7,9
Service: 7,5
Ambiente: 8

Keidenzeller Hof
Fürther Str. 11
90579 Langenzenn




Hallo, und Willkommen in meinem Blog. Wenn Du mehr wissen möchtest, dann schau auf meiner Website vorbei.

Kategorien

Neueste Kommentare