Cheval Blanc in Illschwang

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Wir besuchen das Restaurant Cheval Blanc im Landhotel Weißes Roß in Illschwang bei Sulzbach-Rosenberg. Der stilvolle Speisesaal bietet Platz für 19 Personen. Weiß-Grau- und Silbertöne und dunkles Holz dominieren. Der Clou ist ein runder Tisch in der Mitte, der von einem mit LED beleuchteten Kettenvorhang umgeben ist. Die automatische Schiebetür und die dahinter befindliche Küche sorgen leider für eine störende Geräuschkulisse. 

 

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Küchenchef Christian Fleischmann steht für eine moderne Küche. Hochwertige Produkte wie Kaisergranat, Steinbutt und Trüffel findet man auf der übersichtlich gehaltenen Speisekarte. Zur Auswahl steht ein fünfgängiges Menü und die Klassiker der Küche. Man kann sich aber aus allen Gängen ein eigenes Menü à la carte zusammenstellen. 

 

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Der Auftakt ist ein dreiteiliges Amuse-Bouche von einer Pressack-Praline, Thunfisch- Cornetto und Luftbrot aus Hefeteig. Die Pressack-Praline stellt einen Bezug zur regionalen Schlachtschüssel dar und schmeckt sehr gut, dem Thunfisch-Cornetto fehlt dagegen das fischige Aroma. Lustig ist das Luftbrot, dass sich optisch nicht von den Steinen unterscheidet. Geschmacklich schmeckt es sehr luftig. 6,5/10

 

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Es folgt ein ausgehöhlter Rindsknochen gefüllt mit Beeftatar, Bayrischen Kaviar und Schalottenmajonnaise. Die Konsistenz des Tatar ist mehr ein Brei als Tatar. Bayrischer Kaviar. Der Service lässt uns leider im Unklaren woher der Kaviar stammt. 6/10

 

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Der letzte Gruß ist ein Mousse von Waldpilzen mit Trüffel. Sehr aromatisch mit einer tiefen Geschmacksnote. Hier blitzt endlich kreative Kulinarik auf. 7,5/10

 

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Zum Brot gibt es eine Kürbisbutter und Leberwurst. Das Brot ist ein herrlicher Genuss, die sehr gute Leberwurst aus der hauseigenen Metzgerei ist aber schnell sättigend.

 

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Der erste Gang ist eine Gelbschwanzmakrele mit Rote Bete und Schwarze Nuss. Diese wird in zwei Variationen serviert. Leicht pochiert und als Tatar, dazu ein Minimais, Maiseis und Maisbouillon. Es sieht appetitlich aus, aber die gleichen Zutaten auf dem zweiten Teller, ist einfallslos. Geschmacklich eine spannungslose Angelegenheit. 6,5/10

 

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Als zweiten Gang gibt es Flusskrebs mit Artischocken und Erbsen in einem Krustentiersud. Der Flusskrebs ist zart und saftig. Die Zutaten sind harmonisch eingebunden und entfalten eine wunderbaren Umami-Aroma. Hier sorgen wenige Komponenten für ein rundum vorzügliches Geschmackserlebnis. 7/10

 

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Der Hauptgang ist ein Milchkalbskaree mit Herbsttrüffel. Dazu gibt es eine Gemüsebeilage von Chicorino Rosso, Brokkoli, Graupen. Ein deftiges Gericht. Die Graupen sind mit Petersilie vermischt, der Chicorino hat nur wenige Bitterstoffe und passt sehr gut zu den geschmacksneutralen Graupen. Gutes Comfort Food. 6,9/10

 

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Zum Abschluss gibt es Joghurt, Hagebutte und Kornapfel. Auch hier ist das Dessert zweiteilig aufgebaut. Die luftig, cremige Joghurtmasse befindet sich unter einer Hülle von gefrorener weißen Schokolade. Dazu gibt es noch ein Apfelsorbet, Apfelcidre. 6,9/10

Das Cheval Blanc hinterlässt gemischte Gefühle. Kreativ angerichtete Gerichte wechseln sich mit teils überladenen Kreationen ab. Hier vermisse ich von Küchenchef Christian Fleischmann eine geradlinige Handschrift, aber man muss dem jungen Küchenchef Zeit zugestehen sich weiterzuentwickeln. Der Service hat sich leider nicht mit Ruhm bekleckert. Ein Restaurant das nach einem Stern greift, sollte darauf achten, dass die Servicekräfte entsprechend geschult sind. Da wirkt noch manches unprofessionell. 

Speisen: 6,9
Service: 6,5
Ambiente: 7

Cheval Blanc
Am Kirchberg 1
92278 Illschwang

sulzbach-rosenberg




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