Eine kulinarische Woche, Teil 5

La Palma
Das Restaurant La Palma in Fürth besuche ich seit über zwanzig Jahren. Hier kommen wir immer wieder gerne zum Essen, wenn wir Lust auf gehobene italienische Küche haben. Der Speiseraum ist elegant eingerichtet, aber mittlerweile doch etwas in die Jahre gekommen.

 

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Heute gibt es als Nudelgericht Pappardelle mit Jakobsmuscheln und Steinpilzen. Die Pappardelle sind perfekt al dente und mit einer sahnigen Sauce zubereitet, dazu Steinpilze und gebratene Jakobsmuscheln. Ein Wohlfühlgericht. 6,9/10

 

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Als Hauptgang gibt es gratinierte Seeteufel-Filets in Safran-Sauce auf Fenchel und Spargel-Risotto. Das Risotto ist ein passender Begleiter zum Seeteufel, nur könnte es etwas cremiger sein. 6,9/10

Fazit: Das Ristorante La Palma ist immer noch die beste Adresse, wenn man gut italienisch in Nürnberg-Fürth-Erlangen essen möchte. Kreative Kulinarik gibt es im La Palma nicht, aber solides Handwerk. Die Gerichte werden immer frisch zubereitet und die Produktqualität ist durchgehend gut.

Speisen: 6,9/10
Service: 7,5/10
Ambiente: 7/10

 

Ehrenbürg
Das Restaurant Ehrenbürg befindet sich in Wiesenthau am Tor zur Fränkischen Schweiz. Nach der Corona-Pause besuchen wir wieder einmal das Restaurant. Leider gibt es von diesem Besuch fast nur negatives zu berichten. Wir beobachten Gäste, die sich nicht an die Hygieneregeln halten und die Servicekraft schreitet auch nicht ein.

 

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Die Spargelsuppe mit Croutons lässt die cremige Konsistenz vermissen und geschmacklich schlechte Qualität. Die Suppe ist so heiß, dass sie wahrscheinlich in der Mikrowelle aufgewärmt wurde. 5/10

 

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Das Kalbschnitzel ist in Butterschmalz gebraten, die Panade ist knusprig. Leider ist das Fleisch so dünn wie ein Stück Papier. Hier passen die Texturen nicht zusammen und das zeugt von schlechten Handwerk. Als Begleitung gibt es Pommes aus der Tüte und einen wässrigen Salat. 5,5/10

Fazit: Mittelmäßige Qualität aus der Küche, gepaart mit schlechten Service. Wenn ein Restaurant zudem die aktuellen Auflagen nicht einhält, wie mag es dann erst in der Küche aussehen?

Speisen: 5,5/10
Service: 5/10
Ambiente: 6,5/10

 

Mai Thai
In Heroldsberg bei Nürnberg gibt es jetzt ein thailändisches Restaurant. Als Liebhaber der thailändischen Kochkunst wollen wir uns von der Küche im Mai Thai überzeugen. Auf der Speisekarte stehen natürlich Klassiker wie diverse Curry- und Nudelgerichte. Die Bilder sind von zwei Besuche im Mai Thai.

 

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Zum Einstieg gibt es Hähnchenfleischspieße mit Erdnusssauce und Thai-Gurkensalat. Das Fleisch ist leider etwas zu trocken und nicht so saftig wie ich es sonst kenne, dafür ist die hausgemachte Erdnusssauce sehr geschmackvoll. 6/10

 

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Die Kokossuppe mit Scampi Champignons, Zitronengras und Koriander ist sehr gut. 6,5/10

 

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Knackig und würzig schmeckt der Papayasalat mit Tomaten, Karotten, Bohnen und Erdnüssen. 6/10

 

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Als Hauptgang gibt es ein Rotes Kokoscurry mit Mangosauce, Scampis, frischem Gemüse (Zucchini, Paprika, Bohnen, Bambus, Aubergine, Brokkoli, Karotten, Kirschtomaten) und Basilikum. Das Gericht ist geschmacklich überzeugend. Fruchtig mit einer leichten Schärfe. 6/10

 

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Pad Thai ist das wohl bekannteste thailändische Nudelgericht. Hier in der Variante Reisnudeln mit Scampis und Tamarindensauce. Dazu Karotten, Sojasprossen, Weißkohl, Frühlingszwiebeln, Ei und Koriander. Es schmeckt lecker, wobei ich das Pad Thai im Nürnberger Thai Food II geschmacklich besser finde. 6/10

Fazit: Die verschiedenen Gerichte waren lecker, wobei noch Luft nach oben ist. Immerhin gibt es jetzt eine asiatische Alternative nahe unserem Wohnort und wir kommen bald wieder.

Speisen: 6/10
Service: 6,5/10
Ambiente: 6/10

 

La Piazzetta
Wenn es nur ein schnelles Mittagessen oder nur ein Cappuccino sein soll, dann schaue ich gerne im Feinkostgeschäft La Piazzetta vorbei. Kulinarische Highlights darf man hier nicht erwarten, dafür gibt es frisch zubereitete Nudelgerichte, Pizzen und Salate.

 

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Ein leckeres Zwischengericht sind die hausgemachten Ravioli gefüllt mit Spargel und nicht so kalorienreich wie die anderen Nudelgerichte. Textur und Geschmack sind gut. 6/10

 

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Die Portion Rindersteak mit gebratenen Gemüse ist fast schon zu viel des Guten. Das Fleisch ist saftig und auf dem Punkt gegart. Das Fleisch und Gemüse könnten aber heißer sein, wahrscheinlich war der Teller zu lange am Pass gestanden. 6/10

Speisen: 6/10
Service: 6,5/10
Ambiente: 6/10

 

Bratwursthäusle
55 Jahre lang führte Werner Behringer das Traditionslokal in der Nürnberger Altstadt. Im rustikalen Gasthaus mit seinen zwei Terrassen wird über Buchenholz die Nürnberger Spezialität gegrillte Bratwürste auf Zinntellern serviert. Beliebt bei Einheimischen und Touristen, gingen hier Prominente und Politiker ein und aus, darunter Königin Silvia von Schweden oder der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder. Nachdem der Pachtvertrag ausgelaufen war, sollte das Bratwursthäusle schließen. Schließlich übernahmen drei Wirte das Lokal.

Nachdem das Bratwursthäusle während der Corona-Epedemie über zwei Monate geschlossen war, wollen wir uns überzeugen, wie der Neustart gelungen ist. Wir bestellen eine Leberknödelsuppe und sechs Bratwürste mit Kraut, dazu ein kühles Radler.

 

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Die Bouillon sieht substanzlos aus und schmeckt wie aufgewärmtes Wasser. Hier fehlt die Basis, was eine gute Bouillon ausmacht. Die Konsistenz vom Leberknödel ist viel zu fest, kein Vergleich wie ich die Leberknödelsuppe in Erinnerung behalten habe. 5/10

 

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Die Bratwürste schmecken auch nicht viel besser, zu lange lagen sie auf dem Rost. Das Kraut ist geschmacklich in Ordnung, aber nur lauwarm. 5,5/10

Fazit: Das Bratwursthäusle war jahrzehntelang eine kulinarische Institution in der Nürnberger Altstadt, jetzt ist es nur der übliche Touristennepp. Schade um diese Lokalität, damit hat Nürnberg wieder eine gute Adresse weniger.

Speisen: 5/10
Service: 6/10
Ambiente: 7/10




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