Restaurant Philipp

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An einem wunderschönen Sommertag fahren wir nach Sommerhausen, ein Weindorf unweit von Würzburg. Der idyllische Ort am Main, umgeben von weitläufigen Wein- und Obstgärten, eignet sich perfekt für einen Tagesausflug. In einem über vierhundert Jahre alten Fachwerkbau befindet sich das Restaurant Philipp. Heike und Michael Philipp führen das Restaurant seit über zwanzig Jahren, dass seit 2003 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet ist. Chefkoch Philipp setzt auf eine bodenständige regionale Küche mit französischen und asiatischen Akzenten. Die vier Jahreszeiten bestimmen die Auswahl der Produkte und Gerichte.

 

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Der kleine Speisesaal im Landhausstil ist betont zurückhaltend eingerichtet. Die kleine Speisekarte bietet ein vier- oder sechsgängiges Menü. Wir wählen die viergängige Variante mit Fisch.

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Wir beginnen mit einem fruchtigen Aperitif, eine Essenz von der Amalfi-Zitrone, aufgegossen mit einem Secco. 

 

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Als Amuse Bouche gibt es ein Cornet vom Forellenmousse mit Kaviar und einer Paprikacreme. Sehr lecker, auch wenn die Textur vom Cornet zu hart ist. 7/10

 

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Das hausgemachte Brot mit gesalzener und ungesalzener Butter ist eher von der durchschnittlichen Sorte. 

 

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Als zweites Amuse Bouche folgt ein Tartar vom Yellow Thunfisch mit Soja und Miso. Dieser Teller überzeugt mit einer tiefen und delikaten Geschmacksnote. Hervorragend. 7,9/10

 

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Der erste Gang ist ein Hamachi, oder auch Gelbschwanzmakrele. Der rohe Fisch der Gelbschwanzmakrele ist leicht mariniert, dazu gibt es Avocadocreme, Papaya und ein Bergamotte-Sorbet. Das Spiel zwischen Süße und Säure funktioniert hervorragend. Harmonisch und spannend zugleich. 8/10

 

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Dazwischen nehme ich noch ein Glas Gelber Muskateller vom Weingut Brügel Castell-Greuth, hier in einer trockenen Variante. Der herrliche Duft von frischen Trauben und das intensive fruchtige Aroma überzeugen.

 

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Als zweiten Gang gibt es hausgemachte Pansooti und rote Garnele. Die Teigtaschen sind mit Kartoffeln und Kopfsalat gefüllt. Das Fleisch der argentinischen Wildfanggarnele schmeckt nussig mit einer leichten Süße. Dazu gibt es noch eine umami-reiche Krustentiernage. 7/10

 

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Als Hauptgang gibt es bretonischen Seeteufel, angerichtet in einer würzigen Safransauce mit Tomaten, Taggiasca-Oliven, Kapern und Fenchel. Das blütenweiße Fleisch ist perfekt auf dem Punkt gegart. Der Seeteufel schmeckt aromatisch und harmoniert prächtig mit der fruchtigen Sauce. 7,5/10

 

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Als Dessert gibt es Sommerbeeren und Holunderblüte, dazu Original Beans Edelweiss-Schokolade und Basilikum-Sorbet. Gut, aber geschmacklich nicht ganz so aufregend, wie wie der Teller aussieht. 7/10

 

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Zum Abschluss noch eine kleine Auswahl von Pralinen, darunter Tonkabohne, Himbeere und Trüffel. Sehr gut.

Fazit: Bei jedem Gericht stand das Produkt im Vordergrund und wurde nicht durch zu unnötige Zutaten überfrachtet. Ein dicker Minuspunkt war die viel zu lange Wartezeit zwischen Zwischengang bis zum Hauptgang. Trotz diesem kleinen Missgeschick ist das Restaurant Philipp ein kulinarisches Juwel mit historischem Wohlfühlambiente. 

Speisen: 7,5
Service: 8
Ambiente: 7

 

Philipp
Hauptstraße 12
97286 Sommerhausen




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