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SingleThread

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Es ist mein erster Besuch in Healdsburg. Eine Übernachtung im SingleThread zur Hauptsaison ist wahrlich ein teures Vergnügen, schlappe 1.160 $ kostet die Übernachtung. Nein, nicht in der Suite, sondern im Gästezimmer. Da machen 295 $ für das Dinner das Kraut auch nicht mehr fett. Das Zimmer bietet allen erdenklichen Komfort – 60“ Fernseher mit Apple TV oder Netflix, Teforia Teefiltermaschine, Parkett, Fußbodenheizung, lautlose Klima, japanische Toto Toilette usw. Gerade die liebevollen Details sind es, worin sich das SingleThread von anderen Luxushotels unterscheidet. Hier erlebt man eine besondere Art der Gastfreundschaft. Ich mache ich es mir auf der Dachterrasse bequem. Ein Wasserspiel, eine Feuerstelle, bequeme Sitzgelegenheiten, Gärten mit Kräutern und kleine Obstbäume bilden die Kulisse. Die Sonne scheint, dazu ein SingleThread Domesticated Wild Ale. Was begehrt das Herz mehr?

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Ein Traum wird wahr…
Mit der SingleThread Farm haben sich Kyle und Katina Connaughton ihren Lebenstraum erfüllt. Kyle und seine ein Jahr jüngere Frau Katina wuchsen beide in Los Angeles auf und entwickelten bereits in der Highschool eine Vorliebe für die japanische Kultur. Kyle begann eine Ausbildung in einem der ältesten japanischen Restaurants in Südkalifornien und sammelte Erfahrungen im Spago Beverly Hills und Michel Bras 3-Sterne-Restaurant TOYA Japon in Hokkaido. Während ihres dreijährigen Aufenthalts in Japan lernte Katina nachhaltige Anbaumethoden auf einer Erdbeerfarm. Nebenbei lernten Kyle und Katina die Grundlagen der japanischen Gastfreundschaft. 2006 war ein weiterer Meilenstein in Kyle Connaughtons Karriere. Connaughton wurde fünf Jahre Head Chef of Research and Development in Heston Blumenthals 3-Sterne-Restaurant Fat Duck in London. 2011 kehrten die Connaughtons wieder zurück in die USA. Der Umzug in die malerische Kleinstadt Healdsburg war der Startschuss für das Projekt SingleThread Farm. Es wurde teurer als gedacht, aber mit Hilfe von Investoren konnte das 30 Millionen USD teure Projekt gestemmt werden. Der Rummel war natürlich riesengroß, nahezu jede Publikation berichtete über das Restaurant.

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SingleThread Farm
Im Dezember 2016 eröffneten Kyle und Katina Connaughton das SingleThread – ein Restaurant, Inn und Farm. Das Restaurant bietet Platz für 52 Gäste. Das Inn hat vier Gästezimmer und eine Suite. Die Farm liegt in der Nähe des Russian River und befindet sich umgeben von Weinreben auf einem Grundstück der Seghesio Family Winery. Hier baut Katina die Produkte für das Restaurant an, die in der Region nicht leicht zu finden sind, unter anderem Lilienknollen, japanische Karotten, Auberginen und Ingwer. Was die Farm hergibt, hat auch direkten Einfluss auf die Speisekarte. Kyle wurde von Kaiseki inspiriert, einem traditionellen mehrgängigen japanischen Menü. Kyle Connaughton: „Das Fundament von Kaiseki: Das Menü ist nicht das Gleiche wie gestern oder morgen. Es konzentriert sich auf diesen Tag, diesen Moment in der Natur.“

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Kaiseki
Wer mit dem Begriff Kaiseki nichts anfangen kann. Die mikrosaisonale Kaiseki-Küche ist eine leichte japanische Küche, die einem 72 Jahreszeiten-Thema unterliegt. Einst streng vegetarisch, wird heute auch Fisch und gelegentlich Fleisch dazu serviert. Besonderer Wert wird auf höchste Qualität der Zutaten gelegt. Zu einer äußerst komplexen Zubereitung, steht der Eigengeschmack der Produkte an allererster Stelle. Kaiseki verzichtet fast vollständig auf Gewürze, Kräuter und Fette. Kaiseki ist für westliche Geschmäcker gewöhnungsbedürftig und erfordert die Aufmerksamkeit das Produkt bewusst wahrzunehmen. Die Speisen werden im passendem Geschirr kunstvoll garniert. Die visuelle Ästhetik von Geschirr und Garnituren ist ein wichtiger Bestandteil davon. Kaiseki gilt als die Vollendung der japanischen Kochkunst.

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Dinner
Zum Dinner im SingleThread erscheine ich pünktlich, denn das 11-Gänge Menü „Early Autumn in Sonoma“ folgt einem zeitlich festen Ritual. Zwölf handgewebte Paneele trennen verschiedene Teile des Speisesaal ab. Die Tische sind mit Keramik von der Nagatani Familie aus Iga dekoriert. Die japanischen Töpfer haben alle Steingut und Kochgefäße (jap. Donabe), Teller und Vasen für das SingleThread hergestellt.

Ich werde zu meinem Platz geführt. Neun Apéros und Amuse-Bouches stehen schon am Tisch, eins sieht verführerischer aus als das andere. In einem Sterne-Restaurant in Tokio wäre es ein No-Go vor der Ankunft Speisen am Tisch hinzustellen. Der Überraschungseffekt für die Gäste ist wohl kalkuliert, Amerikaner mögen die Show. Danach folgen nochmal zwei Amuse-Bouches, die Kyle Connaughton persönlich serviert. Ohne jetzt die Amuse Bouches einzeln zu bewerten, ich benote die Häppchen zwischen sehr gut und Weltklasse.

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Zum Menü habe ich die alkoholfreie Getränkebegleitung gewählt. Die stimmige Auswahl ist ein Traum, alle neun Getränke in wunderschöne Gläser von Kimura aus Japan. Die Präsentation ist sensationell.

 

Sundried Corn Silk Tea

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Early Autumn in Sonoma
Jasmine, Madagascar Vanilla and Verjus (9/10)

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Akababa Kanpachi
Gravenstein Apple, Myoga and Sansho (10/10)

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Wild Santa Barbara Sea Urchin
Malted Upstate Potato (10/10)

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Monterey Bay Abalone
Salted Plum, Red Dragon Cabbage and Shiso Broth (10/10)

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King Salmon „Ibushi-Gin“
Shio Koji Vinaigrette, Steelhead Roe, and Myoga (9,5/10)

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Der King Salmon ist ein Signature-Gericht im SingleThread. Die rauchige Note des Lachs verbindet sich wunderbar mit dem Fischrogen. Die Produktqualität ist vortrefflich und geschmacklich auf höchstem Niveau.

 

Housemade Tofu
Warm Tomatoes and Smoked Tomato Dashi (10/10)

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Tomatoes from the Farm
Shiso Tofu, Serpentine Cucumber, and Charred Negri (10/10)

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Dieses Gericht aus wenigen Zutaten ist unglaublich. Die Kombination aus Tomate, Gurke und Tofu ist fantastisch. Der zarte Schmelz des Tofu und das knackige Gemüse harmonieren bestens zusammen. Es ist eine Geschmacksexplosion von Aromen. Weltklasse!!!

 

Aka Amadai 
Sweet Corn, Kohlrabi, and Wild Nori (9/10)

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Duclair Duck
Heart Roasted Beet, Kanpyo, and Komatsuna (9,5/10)

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Die Servicekraft bringt eine Box mit handgefertigten Messern. Die Klingen der Messer sind nicht von der Stange, sondern stammen aus einem 1968er Volkswagen. Ich darf mir eins für dem nächsten Gang aussuchen. Die Ente ist hervorragend, die Haut kross, das Fleisch auf den Punkt zubereitet. Viel besser geht Ente nicht.

 

Sonoma Grains
Wagyu Short Rib, Black Garlic, and Matsutake Tea (8,5/10)

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Der letzte Gang vor dem Dessert trifft nicht ganz meinen Geschmack. Das Gericht mit Getreide schmeckt erdig und sättigend. Das Wagyu ist hier leider verschenkt.

 

Gooseberry Sorbet 
Pommegranate, Husk Cherry and Olive Oil from our Farm (8,5/10)

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Fresh Jersey Cream
Caramelized Wickson Apples and Mutig Miso (9,5/10)

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Wagashi
Quince Consommé Egg, Roasted Sassafras, Chestnut Cream, Yuzu, and Thai Basil (9,5/10)

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Zum Ende gibt es noch Wagashi oder auch Petits Fours. Alle vier sind nochmals ein Fingerzeig von der sehr guten Patisserie.

 

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Das Dinner war ausgewogen, auch wenn es in der zweiten Hälfte etwas nachließ. Jammern auf extrem hohem Niveau. Wer eine von Kaiseki beeinflusste progressive Küche schätzt, wird in USA derzeit kein besseres Restaurant finden. Das SingleThread hat auf Anhieb zwei Michelin Sterne bekommen, und ein Jahr darauf bereits den dritten Stern. In OAD – Top 100 Restaurants in USA 2018 ist das Restaurant auf dem zweiten Platz zu finden.

Speisen: 9,5
Service: 10
Ambiente: 9,5

Glückselig nach diesem wunderbaren Abend mache ich mich auf dem Weg zu meinem Zimmer. Jetzt stellt sich nur die Frage zum Frühstück – amerikanisch, englisch oder japanisch? Ich kreuze meinen Frühstückswunsch an und hänge die Karte vor die Tür. Je nach Vorliebe wird das Frühstück auf dem Zimmer, im Study Room oder bei schönem Wetter auf der Dachterrasse serviert. Frühstück auf Sterne-Niveau!

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SingleThread
131 North St
Healdsburg
CA 95448, USA

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Terrapin Creek

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Andrew Truong und seine Frau Liya Lin führen das Restaurant Terrapin Creek, dass mit einem Michelin Stern ausgezeichnet ist. In dem eleganten Restaurant gibt es moderne kalifornische Küche mit Touch Asien. Die Speisekarte ist übersichtlich gehalten, das Weinangebot dafür umso umfangreicher. 

Ein herrlich knuspriges Brot wird mit kalifornischen Olivenöl serviert. Das Öl ist mild, ohne Bitterkeit und Schärfe, dafür mit einer Fruchtigkeit, die ein gutes Olivenöl ausmacht. Das fängt schon mal gut an. Ich wähle zwei Vorspeisen, Hauptgang und Dessert, dazu ein Glas 2015er Cabernet Sauvignon Salvestrin Napa Valley. 

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Pan Roasted Hokkaido Scallops
Carrot & Ginger Purée, Pickled Shitakes, Sugar Snap Peas

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Ein Traum ist die Vorspeise Hokkaido Scallops. Diese Muscheln stammen von der japanischen Insel Hokkaido, sie sind reich an Proteinen und mit einer Steak-ähnlichen Textur besonders fleischig. Hokkaido-Muscheln ziehe ich jederzeit Jakobsmuscheln vor, die größtenteils aus Frankreich, Schottland und Irland stammen (8,5/10).

 

Potato Gnocchi
Sun Gold Tomatos, Zucchini, Clamshell Mushrooms, Basil & Pistachio Pesto

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Pan Roasted Local King Salmon
Corn, Summer Squash, Pioppini Mushrooms, Black Rice, Fish Fumet

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Gnocchis und Lachs haben es schwer nach diesem hervorragenden Einstieg. Fein zubereitet und geschmacklich gut, aber an diese beiden Gänge werde ich mich nicht lange erinnern. Beide eine 7,5/10.

 

Sourdough Bread Pudding
Roasted Apples, Vanilla Bean Sauce, Whipped Cream, Candied Pecans

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Beim Bread Pudding bin ich wieder hin und weg. Die gerösteten Äpfel, der lockere Brotteig harmonieren hervorragend mit den Nüssen und der leichten Vanillesauce. Ein erstklassiges Dessert (8,5/10).

Der Service ist professionell, entspannt und gastfreundlich. Am besten waren die Scallops und der phänomenale Bread Pudding. Das man hier so gut essen kann, hatte ich im Vorfeld nicht unbedingt erwartet. Wer in Bodega Bay Station macht, sollte unbedingt das Terrapin Creek besuchen, und teuer ist es dort auch nicht.

 

Speisen: 8/10
Service: 8:10
Ambiente: 8/10

 

Terrapin Creek
1580 Eastshore Rd
Bodega Bay
CA 94923, USA

Manresa

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Versteckt in einer Seitenstraße in Downtown Los Gatos befindet sich umgeben von Olivenbäumen das Restaurant Manresa. Es ist meine Premiere im MANRESA, das erste von sechs 3-Sterne-Restaurants auf dieser Reise. David Kinch hat als junger Koch in einigen europäischen Spitzenhäusern gearbeitet, unter anderem zwei Jahre bei Dieter Müller in den Schweizer Stuben, im L’Esperance in Frankreich und im Akelarre in Spanien. Im Jahr 2002 eröffnete Kinch das Manresa. Als der Guide Michelin 2007 zum ersten Mal die Bay Area bewertete, gab es für das Manresa gleich zwei Sterne, 2016 gab es endlich den dritten Stern. 

Rückblick 7/2018: Das Manresa ist unter den drei Restaurants, die ich unbedingt in Kalifornien besuchen möchte. Die Online-Reservierung klappt nicht, und auch am nächsten Tag nicht. Erst ein Telefonat klärt mich auf, warum die Reservierung nicht klappt. Am 16. Juli verursacht ein Feuer die Schließung. Vor vier Jahren hat es bereits gebrannt. Damals wurde die komplette Küche zerstört und führte zu einer halbjährigen Schließung. Ich werde vertröstet und ich möchte in ein paar Wochen nochmals anrufen. Als schon nicht mehr daran glaube, dass es noch klappt, bekomme ich eine E-Mail das Reservierungen ab sofort wieder angenommen werden. Ende September öffnet das Manresa wieder.

Die beiden elegant eingerichteten Speiseräume fassen zusammen 65 Gäste. Hier fühle mich gleich wie zu Hause. Ich nehme zuerst auf der Couch Platz und überbrücke die kurze Wartezeit mit einem Pineapple and Cucumber Cooler. Der Ingwer verleiht dem Cocktail eine leichte Schärfe, ein feiner Kontrast zum süßsäuerlichen Geschmack der Ananas und Gurke. Die Weinkarte ist überraschenderweise sehr europäisch ausgelegt, vor allem französische Weine aus dem Burgund, Loire- und Rhône-Tal. Kalifornische Weine sind natürlich auch darunter, speziell Rotweine von Winzern aus den Santa Cruz Mountains. 

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Die Auswahl wird leicht gemacht, denn es gibt nur ein einziges Menü für 275 $ plus 220 $ für die Weinbegleitung. Das Menü The Early Fall Garden wechselt ständig, von daher gibt es auch keine Speisekarte vorab, die bekommt der Gast erst zum Schluss. Ich finde diese Art cool und der Überraschungseffekt macht es natürlich spannend. Die ersten beiden Petit Fours werden auf einem Holzbrett serviert, Paprikagelee und schwarze Oliven-Madeleine. Mildsüße Aromen wechseln sich mit scharfen Aromen ab. Das Spiel mit süßen und scharfen Aromen ist grandios gelungen. Es folgt ein knuspriger Müsli-Cracker mit Samen, Nüssen und Puffreis und Ziegenfrischkäse, ein köstlicher kuchenartiger Snack, außen knusprig, innen weich. 

 

Petit Fours „Red Pepper-Black Olive“ 9/10
Granola Crisp and Goat Cheese 10/10
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Iced Geoduck and Sea Lettuce Consommé 9,5/10
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Sunchocke Royale, Roast Chicken Jelly, Caviar 10/10
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Drei Sorten Brot werden angeboten: Brioche, Mehrkorn und Sauerteigbrot aus der Manresa Bread Bakery. Der Laden befindet sich nur wenige Schritte vom Restaurant entfernt. Die Butter hat die perfekte Konsistenz und ein wunderbares grasiges Aroma.

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David Kinch serviert den ersten Gang persönlich, eine Chowder von der Abalone. Ich bin überrascht ihn hier zu sehen. Eigentlich sollte Kinch doch seine Kochkünste im Hangar-7 zeigen. Zur Erklärung, das Konzept des Hangar-7 in Salzburg besteht darin, jeden Monat einen renommierten Gastkoch einzuladen. Kinch erzählt mir, dass er dort nur drei Tage zugegen war und dann wieder an den heimischen Herd wollte. Ein sehr freundlicher Typ, und nicht abgehoben wie manch anderer Sternekoch. 

Abalone Chowder, Poblano Mousse 10/10
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Der Klassiker im Manresa nennt sich „Into the Garden.“ Eine Salatkreation aus 30 verschiedenen Zutaten mit Bezug auf die jeweilige Jahreszeit. Ich schließe die Augen und lasse den Duft wirken. Ich fühle mich als würde ich mitten in einem Kräutergarten stehen. Die verschiedenen Aromen sorgen für ein grandioses Geschmackserlebnis. Dieser Gang ist so gut, da könnte ich glatt zum Vegetarier werden.

Into the Vegetable Garden… 10/10
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Das Porzellan stammt unter anderem von der belgischen Manufaktur Pieter Stockmans, dessen wunderschönes Design ich auch im 3 Sterne Restaurant Überfahrt in Rottach-Egern bewundern durfte.

Cabbage, Crab, Scallop and Koji Butter 10/10
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Medai and Squid Bolognese, Virgin Sauce 9,5/10
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Es folgen zwei Fleischgänge. Die Ente (Liberty Ducks from Sonoma County) mit Rote Beete und Walnüssen. Das Fleisch ist hervorragend zubereitet, zart im Biss und aromatisch im Geschmack. 

Roast Duck with Beets and Walnut 9/10
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Michael Jackson und Bubbles konnte ich schon im The Broad sehen, hier in Miniaturausgabe auf dem Teller. Das Ribeye von Bryan Flannery Beef ist hervorragend. Die Produktqualität ist herausragend, die Zubereitung perfekt umgesetzt und geschmacklich unglaublich gut. Das beste Ribeye seit langem.

Rib Eye Beef, Matsutake, Black Garlic 9,5/10
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Die Käseauswahl ist nicht besonders groß und wird auch nur optional zum Menü angeboten. Zum fünfteiligen Käsegang wird noch Honig und Cracker serviert. Reife und Geschmack sind unübertroffen, wenn denn jeder Käsegang so gut wäre.

Cheese and Cracker 9,5/10
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Die beiden Desserts sind exzellent, sorgen aber für einen Spannungsabfall. Hier vermisse ich die Kreativität der Gänge zuvor.

Summer Herb Sorbet, Coconut, Almonds 8/10
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Chocolate, Sweet Potato and Mulled Wine 8,5
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Zum Schluss schließt sich der Kreis. Die beiden letzten Stückchen der Petit Fours sehen genauso aus, wie zu Beginn des Menüs.

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Petit Fours „Strawberry-Chocolate“ 9,5
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Fazit: Es kommt selten vor, dass ich euphorisch urteile, aber das war eines meiner besten 3-Sterne-Menüs seit langem. Darunter drei, vier grandiose Gänge, an die ich mich noch sehr lange erinnern werde. Die Küche von David Kinch ist komplex, bleibt aber immer fokussiert und ausgewogen. Kinch versteht sein Handwerk perfekt, hat aber auch eine kreative Vision, die er vortrefflich umsetzt. Da zücke ich, trotz der kleinen Schwäche beim Dessert, gerne die Höchstnote. Sollte ich wieder nach Kalifornien kommen, wäre das Manresa meine erste Wahl. 

 

Speisen: 10
Service: 9,5
Ambiente: 9

 

Manresa
320 Village Ln
Los Gatos
CA 95030, USA

Restaurant Kupferpfanne

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Fürth hat einen bemerkenswerten Wandel hinter sich. Das einst schmuddelige Image der Altstadt wurde durch aufwendige Renovierung abgelegt. Wir verbinden einen Altstadtbummel mit dem Besuch des Restaurant Kupferpfanne. Der kleine, rustikalen Speiseraum ist hübsch und es wäre auch eigentlich gemütlich, wären die Sitzbänke nicht so hart. Ein weiterer Minuspunkt ist der Küchenduft, der sich durch dem gesamten Speiseraum zieht. 

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Die ist auf der klassischen Seite. Anscheinend möchte es Inhaber Erwin Weidenhiller der gesetzten Klientel recht machen. Kulinarische Überraschungen suche ich auf der Speisekarte vergebens. Wir bestellen eine Vorspeise, Zwischengang und Hauptspeise. 

Der Gruß aus der Küche ist eine Tafelspitzsülze 6,5/10

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Kürbissuppe mit Wildwassergarnelen 7/10

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Tagliatelle mit Wintertrüffel 7/10

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Entrecôte vom Milchkalb mit Vichy-Karotten, Wirsing und Trüffelgratin 6,5/10

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Die Wartezeit zwischen dem Zwischengang und Hauptgang ist eindeutig zu lang. Das gibt einen dicken Minuspunkt. Die 15-Punkte-Bewertung im Gault Millau 2019 kann ich nicht nachvollziehen. Die Kupferkanne ist noch nicht auf dem Niveau eines 1-Stern-Restaurant mit der gleichen Punktzahl.

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Fazit: Gehobene Küche mit guten Ansätzen. Wenn der Küchenchef mehr Mut und Kreativität zeigen würde, dann wäre die Kupferpfanne auch ein Anwärter auf einen Stern. 

 

Speisen: 7/10
Service: 6,5/10
Ambiente: 6/10

 

Restaurant Kupferpfanne
Königstraße 85
90762 Fürth

Aubergine

Der Name Aubergine erinnert mich an meine ersten kulinarischen Erlebnisse in Witzigmanns 3-Sterne-Tempel in München Anfang der 90er Jahre. Die Aubergine wurde 1995 geschlossen, nachdem Eckart Witzigmann wegen Kokainbesitz die Konzession entzogen wurde.

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Die Aubergine in Carmel-by-the-Sea zählt heute zu den besten amerikanischen Restaurants. Die Aubergine hat unzählige Auszeichnungen erhalten, unter anderem Wine Spectator’s Best of Excellence Award und Forbes Travel Guide Five-Star-Award. Seit 2011 ist Justin Cogley der Executive Chef im Aubergine. Seine Küche wird von lokalen Zutaten dominiert, wie zum Beispiel Dungeness-Krabbe mit Kokosnuss, geröstete Banane mit kandierte Erdnuss oder Monterey Bay Garnelen mit Yuzu und Fenchelpüree. Justin Cogleys Credo lautet: „Each of the flavors will be unique and pure.”

 

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Der Plätze fassende Speisesaal ist elegant eingerichtet, die niedrige Deckenhöhe und enge Bestuhlung sorgt leider für ein etwas beklemmendes Gefühl. Einen Schönheitspreis gewinnt der Speisesaal sicherlich nicht. Nun ja, die Einrichtung ist nicht ausschlaggebend – entscheidend ist, was auf dem Teller landet. Die Weinkarte ist mit 4.500 Sorten großzügig bestückt, größtenteils mit Weine aus dem Monterey County und Frankreich. 

Bei der Reservierung sechs Monate zuvor wusste ich nichts von „Redefining Flavor.“ Unter dieser Bezeichnung offeriert die Aubergine ein Mal im Monat ein kulinarisches Angebot für die Local Community. Damit haben die Einwohner von Carmel die einmalige Gelegenheit günstig im Restaurant zu speisen. Das sonst 8-Gänge Menü wird auf vier Gänge reduziert, dazu gibt es vier Weine für konkurrenzlose 115 $. Natürlich hätte ich gerne das volle Programm ausprobiert, aber das reicht aus um einen Eindruck von Cogleys hervorragender Küche zubekommen. Beim lesen der Karte läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen.

 

Maine Lobster, Lobster Mushrooms 9,5/10

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Matsutake, Bouillon of Roasted Meat, Chrysanthemum 10/10

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Die Küche weiß natürlich Bescheid, dass ich keine Roasted Squab mag, ich bekomme stattdessen ein 42 Days Dry Aged Beef. Nicht nur optisch eine Wucht, sondern das Fleisch schmeckt zart, nussig und aromatisch.

28 day Dry Aged Beef, Charred Pearl Onions, Shaved Raw Chestnuts, Ice Plant, Puree of Chestnuts and Roasted Chicken Jus 10/10

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Zwischen Hauptgang und Dessert bestelle ich noch Cheese from the Cave. Der Käse aus Kalifornien ist phänomenal, perfekte Reife auf dem Punkt. Grandios auch das hausgemachte Rosinenbrot mit Apfelbutter 10/10

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Pumpkin, Milk Chocolate, Candy Cap Mushroom, Maple 9,5/10

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Alle Gänge waren himmlisch gut, inklusive das Dessert von Pastry Chef Yulanda Santos. Ausgewogen, ohne eine einzige Schwäche. So fällt mein Urteil auch eindeutig aus, das war außergewöhnliche Kulinarik auf 3 Sterne-Niveau.

 

Speisen: 9,5/10
Service: 9/10
Ambiente: 7/10

 

Aubergine
7th Ave Monte Verde St
Carmel-By-The-Sea
CA 93921, USA

Feine italienische Küche

Padelle d’Italia in Nürnberg

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La Palma in Fürth

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Chefs Tasting im Der Schwarze Adler

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Speisen: 7/10
Service: 8/10
Ambiente: 8/10


Der Schwarze Adler

Kraftshofer Hauptstraße 166
90427 Nürnberg




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